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Potsdam-Mittelmark Aus Liebe zu den Farben und Blumen
Lokales Potsdam-Mittelmark Aus Liebe zu den Farben und Blumen
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00:19 14.12.2017
Diese Sonnenblume hatte Martina Winter aus Bad Belzig einst zum Malen inspiriert. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Wenn Martina Winter in die zauberhafte Welt der Farben eintaucht, vergisst sie gelegentlich die Realität um sich herum. Die Malerei bezeichnet sie als eine Art Lebenselixier für sich.

Dabei ist die 62-Jährige Hobbymalerin aus Bad Belzig immer und ständig bestrebt, ihr Können zu perfektionieren. Weshalb sie jeden Mittwoch einen vom pensionierten Kunstlehrer Erwin Penner angebotenen Malkurs besucht, der unter dem Dach der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark läuft. Dort ist die gelernte Krankenschwester Teil einer zwölfköpfigen Gruppe von Frauen und Männern, die sich als „Mittwochsmaler“ inzwischen einen Namen gemacht haben. Unter der fachkundigen Anleitung von Erwin Penner arbeiten sie sich durch die vielen verschiedenen Stile, Genres und Techniken der Malerei.

Eine abstrakte Arbeit von Martina Winter. Quelle: Christiane Sommer

„Der Mittwoch ist ein fester Termin in meinem Kalender“, bemerkt die 62-Jährige Mutter von zwei erwachsenen Kindern und dreifache Oma. Weiter sagt sie: „Übung macht den Meister. Beim Malen ist es wie beim Kuchen backen. Zum Schluss kommt eine glänzende Torte heraus“. Ihre „glänzenden malerischen Torten“ haben zwischenzeitlich viel Aufmerksamkeit erfahren. Sie waren in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zu sehen. Die erste liegt mittlerweile genau zehn Jahre zurück. Die Worte einer Nachbarin - warum stellst du deine Bilder nicht auch einmal aus - gaben den Ausschlag dafür. Die 62-Jährige lächelt, wenn sie davon erzählt.

Arbeiten der „Mittwochsmaler“

Der pensionierte Kunstlehrer Erwin Penner bietet über die Volkshochschule Malkurse an. Sein Unterricht gilt als Talenteschmiede.

Viele seiner Schüler zeigen ihre Werke regelmäßig in Einzel- oder Gemeinschaftsausstellungen.

Aktuell werden Ergebnisse der schöpferischen und kreativen Entfaltung seiner „Mittwochsmaler“ in der Ausstellung „Die Farben der Welt“ im Johanniter-Krankenhaus im Fläming in Treuenbrietzen gezeigt.

Martina Winter, Erwin Penner, Heide Müller, Joachim Berger, Annette Elisath, Burgunde Lange, Wolfgang Stöckmann, Ute Galle und Norbert Marx stellen dort aus.

Die Ausstellung befindet sich bis März 2018 im Haus 1 (1. und 2. Obergeschoss).

Aktuell sind Werke von Martina Winter in der Gemeinschaftsausstellung „Die Farben der Welt“ im Johanniter-Krankenhaus im Fläming in Treuenbrietzen zu sehen. Dann erzählt die 62-Jährige, wie sie ihren Weg zur Malerei gefunden hat. „Mein liebe Cousine hat mir zu meinem 50. Geburtstag ein Bild gemalt. Eine große Sonnenblume“, berichtet die Bad Belzigerin. Dieses Geschenk hatte sie veranlasst, selbst einmal zu Pinsel und Farben zu greifen. Denn mit dem Bild waren die Worte der Cousine: „Wenn es dir einmal schlecht geht, dann sieh’ dir diese Sonnenblume an und es geht dir gut“, seinerzeit prägend für Martina Winter. Aufgrund einer Krankheit durchschritt sie in jenen Jahren ein Tal der Schmerzen.

In diesem Jahr entstand dieser Akt. Quelle: privat

Aus diesem Schmerz, aus der Kraft der Worte und dem Bild der Sonnenblume wurde ihre Liebe zur Malerei geboren. Sie hat diese Leidenschaft stetig weiterentwickelt und ausgefeilt. Heute ist ihr die klassische Malerei ebenso vertraut wie die Moderne.

Dabei kann die Bildwelt der Hobbykünstlerin getrost als gemalte, gezeichnete und auch gestaltete Poesie bezeichnet werden. Oft wird der Augenblick zum Ausgangspunkt für ihre Werke. So, wie eine während des Sommers aufblühende Seerose, wie die aufbrechenden Knospen eines Hibiskus oder die immer wieder erstrahlenden Sonnenblumen.

Nicht zu vergessen die leuchtend roten Mohnblumen, die zwischenzeitlich fast eine Art Markenzeichen für die Hobbykünstlerin geworden sind. „Wenn der Mohn blüht, stehe ich einfach nur davor, skizziere und fotografiere“, berichtet Martina Winter. Nur auf diese Weise könne sie den Moment der kurzen Blütezeit festgehalten, um ihn später auf Leinwänden mittels Farben zu reproduzieren, erläutert sie.

Ihre Malereien spiegeln dabei immer wieder ein außergewöhnliches Farbempfinden wieder. Harmonie strahlt aus den verschiedensten Farbtönen - gleich einer Komposition.

„Die Malerei ist mein Ruhepol“, bemerkt die 62-Jährige weiter und verrät, dass ihre kreativsten Phasen jedoch in den Wintermonaten liegen. „Wenn die Sonne scheint, dann kann ich nicht malen, dann muss in raus“ – in den großen Garten am Haus, der unendlich viele Eindrücke bereithält.

Wie viele Bilder in den vergangenen Jahren bereits entstanden, vermag die Hobbykünstlerin nicht zu sagen. Lächelnd bemerkt sie in diesem Zusammenhang: „Was ich noch alles malen will, dass schaffe ich in meinem Leben nicht mehr.“

Von Christiane Sommer

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