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Potsdam-Mittelmark Aus dem Stall direkt zum Kunden
Lokales Potsdam-Mittelmark Aus dem Stall direkt zum Kunden
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10:54 15.11.2016
Katja Gärtner und Sebastian Herbst von der Agrargenossenschaft Feldheim eröffnen Milchtankstelle und Wurstautomaten direkt am Stall in Dietersdorf. Quelle: Thomas Wachs
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Dietersdorf

Hannelore Uhlmann ist zur kleinen Eröffnungsfeier gleich mit dem Einkaufskorb vorbei gekommen. Einen Liter frische Milch und zwei Gläser Wurst trägt die Seniorin darin später mit nach Hause. Somit ist die Feldheimerin eine der ersten Kundinnen, die in Dietersdorf die nagelneue Milchtankstelle und den Wurstautomaten nutzen. Die Agrargenossenschaft „Fläming“ aus Feldheim hat die Geräte in einem kleinen Verkaufsraum an ihrer Stallanlage in Dietersdorf aufgebaut, um ihre Produkte direkt aus dem Stall an den Kunden zu bringen. Knapp 30 000 Euro hat sich der Betrieb die Investition kosten lassen.

Damit soll vor allem das Bewusstsein für regionale Produkte und die Leistungsfähigkeit der örtlichen Landwirte gefördert werden. „Es ist auch Marketing für die Branche. Großen Umsatz werden wir damit sicher nicht gleich machen“, sagt Sebastian Herbst, der Vorstandsvorsitzende der Feldheimer Agrargenossenschaft. Er hat eine steigende Nachfrage nach regionalen Produkten registriert.

Schweinezucht auf Stroh ist Standard

Bis zu 200 Liter Milch und dutzende Gläser mit hausgeschlachteter Wurst halten die Dietersdorfer Automaten bereit. „Im Sommer wollen wir den Wurstautomaten auch mit frischem Grillfleisch bestücken“, erzählt Sebastian Herbst. Das von Fleischermeister Thomas Zahn in Klausdorf verarbeitete Schweinefleisch kommt von Tieren, die in der Agrargenossenschaft eigens für die Direktvermarktung aufgezogen werden. Der Betrieb mit 30 Mitarbeitern hält 290 Kühe, 500 Sauen und zieht pro Jahr rund 1000 Mastschweine auf. Hinzu kommen 50 Mutterkühe. Auf 1700 Hektar zwischen Feldheim und Treuenbrietzen erfolgt Ackerbau. Zudem betreibt die Genossenschaft eine Biogasanlage, die zur autarken Energieversorgung Feldheims beiträgt. Rinderfutter ohne Gentechnik und Schweinezucht auf Stroh sind Standard in dem Agrarbetrieb.

Gezapft wird in Selbstbedienung

Regionale Kreisläufe seien gerade in der globalisierten Landwirtschaft von Bedeutung, um lokale Betriebe am Markt zu halten, sagt Sebastian Herbst. Das sei in der jüngsten Krise deutlich geworden, als Milchpreise für die Erzeuger immer weiter sanken und zuweilen deren Existenz bedrohten. „Wir wollen mit der Milchtankstelle auch deutlich machen, dass der Liter nicht nur 20 Cent wert ist“, sagt der Landwirt. Im Automaten kostet das stallfrische Produkt einen Euro. Auch kleine Mengen können in Selbstbedienung gezapft werden. „Das entspricht dem wahren Wert der Arbeit“, so Herbst. Am Großmarkt bekommen er und seine Kollegen nach der jüngsten Anhebung „jetzt wenigstens um die 30 Cent pro Liter. Nötig wären jedoch um die 40 Cent“, sagt Sebastian Herbst. Am Ende müssten die Kunden entscheiden, ob sie im Supermarkt Milch für 70 Cent kaufen, die zuvor quer durch Deutschland gefahren wird, oder ob sie diese direkt am Hof kaufen. Zumindest in Dietersdorf sind die Wege dazu nun etwas kürzer geworden. „Wenn es auf meiner Tour liegt, komme ich hier sicher noch öfter vorbei“, sagt Hannelore Uhlmann.

Von Thomas Wachs

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