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Aus für die Schlossparknacht wird bedauert

Wiesenburg Aus für die Schlossparknacht wird bedauert

Das Aus für die Wiesenburger Schlossparknacht wird mehr denn je bedauert. Alle zwei Jahre hatte sie bi zu 2000 Besucher zum Saisonausklang auf einen exklusiven Rundgang durch das Gartendenkmal gelockt. Einmal soll noch in Erinnerungen geschwelgt werden.

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Schöne Bilder bleiben als Erinnerung an die Wiesenburger Schlossparknächte.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Das Bedauern über das zu Jahresbeginn verkündete Aus der Schlossparknacht ist noch immer sehr groß. Das ist bei der Jahresversammlung des Parkfördervereins am Sonnabend Vormittag deutlich geworden. „Die Mitglieder hätten sich intern mehr Ansprache gewünscht“, wie Eveline Vogel zum Ausdruck gebracht hat. „Womöglich hätte sich noch die nötige Unterstützung gefunden“, sagte sie und betonte, dass damit die Gründe, die zur Entscheidung geführt haben, keineswegs in Frage gestellt werden sollen.

Zuletzt alle zwei Jahre wurde jeweils zum Ausklang der Gartensaison ein ausschließlich ehrenamtlich organisiertes Spektakel mit Musik und Theater, Licht und Installationen sowie kulinarischen Genüssen inszeniert. Es lockte dann fast 2000 Besucher zu dem exklusiven Rundgang in den Wiesenburger Park.

„Als wir uns im Dezember zur Ideen-Konferenz trafen, haben wir gemerkt, dass wir es nicht schaffen werden, den eigenen Anspruch zu erfüllen“, wiederholte Ulrich Jarke die Argumente. Gerade die Protagonisten aus dem kreativen und technischen Zirkel, hätten diesen Aufwand nicht mehr mit den neuen Herausforderungen in Beruf und Familie vereinbaren können, so der Vereinschef. In der speziellen Vorbereitung wäre es mit der durchaus vorhandenen Bereitschaft zur allgemeinen Hilfe nicht getan, wie es hieß.

Derzeit 95 Mitglieder

Der Förderverein für den Erhalt des Wiesenburger Parkes ist 1998 gegründet worden. Er zählt jetzt 95 Mitglieder.

Ein Budget von 30 000 bis 45 000 Euro pro Jahr wird vor allem für Investitionen im Gartendenkmal, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben.

Drei Arbeitseinsätze sind dieses Jahr geplant. Als nächstes am Sonntag, 10 Uhr, zum Pflanzen der Sommerblumen im Parterre.

„Dennoch hätte die Entscheidung dieser Dimension eine außerordentliche Mitgliederversammlung bedurft“, befand Hans-Jürgen Möhring. Er kritisierte nicht zuletzt, dass kein Engagement von Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) und der Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark wahrnehmbar zur Rettung der bedeutenden Veranstaltung gewesen sei.

Immerhin wird es im Herbst noch einmal eine Möglichkeit geben, in Erinnerungen zu schwelgen. „Leidenschaft Schlossparknacht“ ist der Titel einer für Ende September/Anfang Oktober geplanten Ausstellung in der Kunsthalle. Dort soll ein Blick hinter die Kulissen gewährt werden, wie zum Beispiel legendäre Installationen entstanden sind. „Es sollte ursprünglich ein Lichtbildervortrag für einen Abend werden“, erklärt Frank Mallas, der alljährlich mit Rat und Tat zur Stelle war. „Inzwischen bringen wir eine Exposition und Gesprächsstoff für einige Abendveranstaltungen zusammen.“

In diesem Jahr hat der Parkförderverein nun ein Konzert mit Felix Dubiel am 24. Juni veranstalten. Der Potsdamer Pianist wird wieder auf der künstlichen Bühne im Schlossteich sitzend Musical-Melodien spielen.

Eine Wiederkehr der Schlossparknacht scheint ausgeschlossen. Dass die Macher sich zur Ruhe setzen, wird aber wohl nicht der Fall sein. „Etwas Neues soll geboren werden“, haben sie sich überlegt und schon einmal Spannung für 2018 erzeugt. „Aber nicht in der Größenordnung, dafür im Frühjahr am Tage und ohne Licht“, wie es hieß.

Von René Gaffron

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