Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Ausgaben stehen auf dem Prüfstand
Lokales Potsdam-Mittelmark Ausgaben stehen auf dem Prüfstand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:49 07.03.2018
Am bisherigen Museumskonzept sollte die Gemeinde trotz Sparzwang festhalten. Das empfiehlt der Sozialausschuss der Gemeindevertretung in seiner jüngsten Sitzung. Quelle: K. Kobel Höller
Kleinmachnow

Die geplante 100-Jahr-Feier der Landgemeinde Kleinmachnow, das gewünschte Heimatmuseum der Gemeinde und die Vereinsförderungen – eigentlich sollte Kleinmachnow, die reichste Kommune des Landkreises, sparen und mit dieser Vorgabe wurde auch im jüngsten Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales (Kuso) diskutiert. Schließlich erwartet Kleinmachnow in diesem Jahr rund eine Million Euro weniger Steuereinnahmen als gedacht. Für die kommenden drei Jahre sind es insgesamt sogar 4,6 Millionen Euro. Da gilt es, den Gürtel enger zu schnallen, richtete Bürgermeister Michael Grubert seinen Kommunalpolitikern aus – und schickte auch gleich den Antrag zum schon lange diskutierten Kleinmachnow-Museum zurück in den Ausschuss, damit die Mitglieder darüber nachdenken können, ob sie unter diesen neuen Rahmenbedingungen nicht vielleicht doch anders darüber entscheiden wollten.

Bereits in der vorigen Ausschuss-Runde hatten sie nämlich empfohlen, das bisherige partizipative Museumsprojekt als Grundlage für ein zukünftiges Museum weiterzuführen. Daraus sollte dann im Jubiläumsjahr 2020 eine Ausstellung hervorgehen und nach einer anschließenden Auswertung die endgültige Festlegung für das Museum getroffen werden. Dafür sollten für 2018 bis 2020 etwa 210 000 Euro für Personal- und Sachkosten bereitgestellt werden – Räume und damit verbundene Kosten kämen noch dazu. Sabine Käferstein von der Museumsinitiative plädierte im Ausschuss für die Beibehaltung der Empfehlung, stellte das Konzept erneut vor, hob die Schwerpunkte hervor, präsentierte die geplanten nächsten Schritte.

Jubiläumskonzept soll von Ehrenamtlichen erarbeitet werden

Die Kuso-Mitglieder taten sich in der Folge sichtlich schwer damit, das Projekt abzulehnen. Man sei sich einig gewesen, dass ein solches Vorhaben aus Kleinmachnow heraus wachsen müsse, hieß es, dass es noch Zeit brauche. Anderen ging die Entscheidung dagegen zu langsam – Sie hätten lieber direkt einen Beschluss, dass jetzt direkt ein Museum eröffnet wird und in dem auch zu finden ist, wer beteiligt ist und wer es leitet. Letzten Endes wurde die Empfehlung erneuert, mit vier Mal Ja und drei Nein. Entscheiden muss die Gemeindevertretung im April. Ebenfalls empfohlen – hier aber einstimmig – wurde der Antrag auf die Erstellung eines Jubiläumskonzeptes durch eine Arbeitsgruppe. Hier wurde jedoch bereits in den Erklärungen der Verwaltung betont, dass in diesem Fall rein auf Ehrenamtlichkeit gesetzt werde. „Das Jubiläum selbst wird schon irgendwann Geld kosten“, räumte Bettina Konrad, Fachbereich Schule, Kultur, Gebäudemanagement, auf Nachfrage ein, weshalb keine Kosten im Antrag vermerkt seien. Doch auch dort hoffe man auf viel freiwillige Arbeit von den Vereinen und den Bürgern.

Heimatverein soll zwei Förderanträge näher begründen

Auch die Vereine waren Thema, denn die diesjährigen Vereinsförderungen stehen kurz vor dem Beschluss. 350 190,78 Euro sind es, die in diesem Jahr verteilt werden sollen – doch in der Entscheidung über die Abschläge sah Roland Templin (BIK) eine klare Ungleichbehandlung. In der Folge forderte er, dass zwei Posten des Heimatvereines, der Förderungen in Höhe von rund 37 000 Euro beantragt hatte, erst mal zurückgestellt werden, bis sie genauer präsentiert wurden – es handelt sich dabei zum einen zum Personalkosten für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (22 280 Euro) sowie um Projektkosten (4200 Euro) – und gleichzeitig der Betrag für die STiBB Sicherheitsprävention von zugesprochenen 10 000 Euro auf die gewünschte Höhe (15 000 Euro) angehoben wird. Den Anträgen, die den Heimatverein betrafen, schloss sich die Mehrheit an. Die Förderung für die STiBB wurde jedoch nur um 3000 Euro erhöht, um das Budget nicht zu überziehen. Die restlichen Unterstützungen wurden einstimmig empfohlen.

Von Konstanze Kobel-Höller

Die Geflüchteten im Übergangswohnheim in der Potsdamer Straße in Teltow müssen sich auf Veränderungen einstellen, die schon sehr bald auf sie zukommen werden. 85 junge Männer werden schon zu Ende März auf andere Unterkünfte im Kreis verteilt. Den anderen 80 Personen wird angeboten, selbst Wohnraum zu mieten.

07.03.2018

In Betrugsfall bei der SRS-Hausverwaltungs GmbH liegen erste Erkenntnisse in der Frage vor, wie der 1,4-Millionen-Verlust, den die Gemeinde Michendorf erlitten hat, lange unbemerkt bleiben konnte. Fazit: Ein Bündel an Fehlern führte zu einem Kontrollverlust, der den Betrug erleichterte. Auch beim Rechnungsprüfungsamt schrillten die Alarmglocken nicht.

07.03.2018

Nur ein formales Zettelfalten oder doch bewusster Auftrag an Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis Beelitz), die Spargelstadt für weitere acht Jahre zu führen. Rund 10 400 wahlberechtigte Beelitzer sind aufgerufen, am Sonntag einen Bürgermeister zu wählen. Auf dem Wahlschein steht nur ein einziger Name – der des Amtsinhabers.

07.03.2018