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00:17 22.03.2017
Andeas Heimberg führt Besucher nicht nur durch Bad Belzig. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

„Mein Elternhaus ist auch auf dem Stadtmodell abgebildet“, erzählt der Bad Belziger Andreas Heimberg an der schwere Bronzeplatte vor dem Rathaus. Mit den Fingern fährt der 63-Jährige die Straßen entlang, springt über Häuserkuppen und stoppt im Randbereich des Modells. „Hier, das ist es“, sagt der Kur- städter. Für gewöhnlich gilt seine Aufmerksamkeit jedoch den Bürgerhäusern im Altstadtbereich, der Burg Eisenhardt und den Kirchen der Stadt, von denen er viel und gern erzählt.

Als Gästeführer kennt Heimberg seine Heimatstadt genau – und nicht nur die. Bis auf wenige Jahre, in denen er in Brandenburg/Havel lebte, hielt er Bad Belzig die Treue. Obwohl er der Havelstadt vor 15 Jahren den Rücken kehrte, ist er ihr nicht ganz untreu geworden: „Ich bin auch dort zertifizierter Gästeführer.“

Beruflich neu gestartet

Die Buga 2015 gab für ihn den Startschuss zum beruflichen Neustart in der Tourismusbranche. Damals wurden fachkundige Menschen gesucht, die die Schönheiten der Buga-Region anderen erklären konnten. Der Bad Belziger wusste sofort, dass diese Aufgabe für ihn genau das richtige sei. „Ich habe als Reiseleiter schon bei Jugendtourist gearbeitet“, erklärt er. Dieser Nebenverdienst während der Studienzeit führte ihn quer durch die DDR und auch bis nach Mittelasien und Sibirien.

Als die Buga im Herbst 2015 zu Ende ging, war für Andreas Heimberg bereits klar, dass das Wagnis der Selbstständigkeit als Gästeführer die richtige Entscheidung war. Zeitgleich eröffnete in Beelitz-Heilstätten der Baumkronenpfad und mit ihm erschloss sich der 63-Jährige ein weiteres Betätigungsfeld. Seitdem ist der Bad Belziger regelmäßig auch dort anzutreffen. Wissensdurstige führt er über das weitläufige Gelände der ehemaligen Lungenheilstätte und erklärt Historie und Architektur der früheren Vorzeigeklinik. Dann spannt er einen Bogen in seine Heimatstadt, wo er in der Reha-Klinik in regelmäßigen Abständen auch Vorträge über deren Vergangenheit hält.

Im Urlaub geht es über die Grenzen

Als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer sowie Wanderleiter bietet Andreas Heimberg ferner Busbegleitungen in den Hohen Fläming, diverse Führungen durch Bad Belzig und quer durch das Planetal an.
Wer jedoch glaubt, dass der Naturliebhaber mit dem Hang zur Geschichte in seiner knappen Freizeit vom Wandern lassen kann, der irrt. Auch im Urlaub oder an freien Wochenenden schnürt Heimberg die Wanderschuhe. Dann geht es stets über die Grenzen der Region hinaus.

Im aktuellen Lutherjahr hat er ein weiteres Bonbon für Wanderfreunde und heimatkundlich Interessierte parat. Am 14. Mai lädt der 63-Jährige zur Lutherwanderung von Raben nach Bad Belzig. Auf Schusters Rappen geht es dann die alte Poststraße entlang, auf der einst der große Reformator Martin Luther zur Visitation reiste. Drei Stunden hat der Wanderexperte für die knapp zwölf Kilometer lange Strecke auf historischen Spuren veranschlagt.

Von Christiane Sommer

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