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Ausgezeichnet: 27 Gaststätten erhalten Siegel

Westbrandenburg Ausgezeichnet: 27 Gaststätten erhalten Siegel

Mit regionalen und innovativen Speisen können Restaurants hierzulande punkten. Das riet Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg, am Montag während einer Festveranstaltung im Sorat Hotel in Brandenburg. Dort erhielten 27 Restaurants ein Qualitätssiegel.

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Grund zur Freude hat der Restaurant-Chef des Brandenburger Havelrestaurants, Maik Fohr. Das Haus darf sich mit dem Qualitätssiegel „Gastliches Havelland“ schmücken.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Vier Restaurants in der Stadt Brandenburg haben am Montag die Auszeichnung „Gastliches Havelland“ erhalten. Mit der blau-weißen Plakette dürfen sich nun das Ausflugslokal Gasthaus am See an der Malge, das Havel-Restaurant, der „Kartoffelkäfer“ und das Sorat Hotel Brandenburg schmücken. Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga), hat insgesamt bei einer Festveranstaltung im Sorat Hotel 27 Unternehmen das Qualitätssiegel verliehen.

Die Auszeichnung des Verbandes erhielten zudem das Hotel Markgraf und Restaurant Korbbogen in Kloster Lehnin und das Hotel Seehof Netzen. In Rathenow nahmen die Geschäftsführer des Havelrestaurants Schwedendamm, des Kulturzentrums Rathenow mit dem Restaurant Harlekin und des Cafés Purpur die Plakette „Gastliches Havelland“ entgegen. Auch der Gasthof Milow und das Hotel Bollmannsruh am Beetzsee darf nun mit dieser Auszeichnung werben. Die Tester des Verbandes bescheinigten zudem dem Golfresort Semlin am See die Anforderungen an das Qualitätssiegel zu erfüllen ebenso wie das Hotel Garni Sonn’Idyll in Rathenow.

Brandenburger Gastlichkeit

Traditionell, gemütlich oder klassisch, in historischen Schlössern und charmanten Restaurants, Ausflugslokalen und Cafés: Die Brandenburger Gastlichkeit hat nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg viele Facetten.

Seit 2004 erhalten Gastronomen des Landes Schulungen zum Thema Brandenburger Gastlichkeit. Seit 2010 gibt es die Qualitätsprüfung flächendeckend im Land Brandenburg.

Die Plakette hat jeweils zwei Jahre Gültigkeit. Tester haben inkognito und unangemeldet die Restaurants besucht und nach zahlreichen Kriterien bewertete. Ihr Testbogen umfasst rund 160 Fragen. Es geht um den äußeren Eindruck, die Freundlichkeit, Sauberkeit, Qualität und Originalität der Speisen und Getränke. Die Tester achteten auch darauf, wie schnell das leer gegessene Geschirr wieder abgeräumt wird, ob telefonische Reservierungen möglich und dann der Tisch auch schon festlich eingedeckt ist. Verwendet die Küche regionale Produkte gab es dafür extra Punkte. Um zu bestehen müssen die gastronomischen Häuser 76 Prozent der Mindestpunktzahl erreichen.

Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Brandenburg, lobte den enormen Qualitätssprung der Gastronomie in den vergangenen Jahren. Dazu habe auch die Anstrengung für die Präsentation während der Buga beigetragen.

Während der Veranstaltung machte Lücke deutlich, dass es für die Hotels in der Region oftmals noch „Luft nach oben“ gibt. Zwar seien in Qualität der Speisen und des Services enorme Steigerungen erreicht worden im Vergleich zu dem Jahr 2004, als das Siegel erstmals vergeben worden ist. In den Prüfpunkten der Tester bei „Begrüßung, Ordnung und Sauberkeit“ hätten einige der Restaurants sogar 100 Prozent der möglichen Punkte erhalten. Aber es gebe bei einigen noch „Reserven“. Das betreffe etwa die „Optik und Haptik“ der Speisekarten., diese seien immerhin das „zweite Verkaufsinstrument“ der Restaurants. „Manche haben die Speiskarten seit der Buga nicht mehr abgewischt“, mahnte Lücke. Auf die Nachfrage des Gastes, was der Kellner empfehlen könne aus der Küche, sei es die falsche Antwort zu sagen: „Bei uns können Sie alles essen.“ Der Gast folge in 80 Prozent der Fälle den Empfehlungen aus der Speiseauswahl.

Die Qualität sollte nicht zur Nachspeise hin abfallen

Einig waren sich Ines Kias, die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Havelland, und Lücke, dass die Restaurants im Havelland und in der Stadt Brandenburg mit Regionalität punkten sollten. „Ein bayerisches Restaurant, das mit Havelzander wirbt, wirkt nicht sehr authentisch“, sagte Lücke als Bespiel und sprach in diesem Zusammenhang von „brutal regional“ als Formel des Erfolges. Darauf achten müssten die Gasthäuser auch, dass ihre Speisen ein gleich hohes ausgezeichnetes Niveau hätten. Für die Suppe höchste Anerkennung des Gastes zu erhalten und als Nachspeise eine Kugel Möwenpick-Eis anzubieten, reiche nicht.

Natürlich war auch die Bundesgartenschau im vorigen Jahr Thema. Zwar kämen die touristischen Zahlen 2016 nicht an das Buga-Jahr heran, „natürlich gibt es eine Delle“, so Lücke. Gleichwohl seien die Buchungen in Hotels und Restaurants deutlich höher als im Jahr vor der Buga. Das wertete auch Fred Ostermann, Fachgruppenleiter Tourismus und Stadtmarketing der Stadt Brandenburg, ebenso wie Ines Kias als Erfolg.

Bald können Gäste auch mit dem Handy ihre Rechnung bezahlen

Die Online-Auftritte vieler gastronomischer Häuser sind noch verbesserungswürdig. Das berichtete Barbara Nitsche, Leiterin für Existenzgründung und Unternehmensförderung der Industrie- und Handelskammer Potsdam.

Zukunftsmusik ließ Lücke erklingen, als er die Gastronomen darauf vorbereitete, in nicht allzuferner Zukunft dem Gast auch Zahlen per Handy zu ermöglichen. EC-Karten-Zahlungen müsste schon heute Standard sein. Verwundert zeigte sich der Verbandschef darüber, dass noch nicht alle Restaurants eine spezielle Speisekarten mit Informationen zu Allergenen vorweisen könnten, obwohl dies seit einem Jahr Pflicht sei.

Von Marion von Imhoff

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