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Ausstellung: Für mehr Gleichberechtigung

Bad Belzig Ausstellung: Für mehr Gleichberechtigung

Noch immer werden Chefposten hauptsächlich durch Männer besetzt – dabei seien Frauen ebenso gute Anführer, sagt Martina Dettke. Warum das so ist, zeigen Fotos der Kleinmachnowerin, die anlässlich der Brandenburgischen Frauenwoche im Bürgerbüro der SPD in Bad Belzig gezeigt werden.

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Martina Dettke ist davon überzeugt, dass Frauen ebenso gute Chefs sind, wie Männer – manchmal vielleicht sogar bessere.

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. Die Frauen auf den Fotos von Martina Dettke haben viele Qualitäten. Sie sagen von sich: „Ich kann Chef, weil ich’s kann“, „Ich kann Bürgermeister, weil ich Politik über den Gartenzaun machen will“ oder auch „Ich kann Aufsichtsrat, weil ich kreativ bin.“ Die Bilder sollen deutlich machen, dass auch Frauen sich in Führungspositionen behaupten können und werden anlässlich der aktuell laufenden Brandenburgischen Frauenwoche im Bürgerbüro der SPD in Bad Belzig gezeigt.

Bildungsminister Günter Baaske sagte zur Eröffnung der Ausstellung, dass er die Idee von Martina Dettke faszinierend gefunden habe und ihre Aktion für sehr wichtig halte. In Brandenburg arbeite nur jede dritte Frau in der Führungsebene eines Unternehmens – eine Gleichstellung sei damit noch lange nicht erreicht. „Deshalb ist diese Ausstellung wichtig“, schloss Baaske.

Baaske bei Eröffnung zu Gast

„Die Bilder sind vergangenes Jahr im Sommer entstanden“, erzählt Dettke. Die Auswahl ihrer Models sei dabei ganz zufällig passiert. 40 Fotos haben es schließlich in die Ausstellung geschafft. Sie wurden in unterschiedlichen Höhen aufgehangen. „Das soll zeigen, wie vielfältig die Frauen sind, die ich fotografiert habe“, erklärt Dettke.

Dettke hat den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Potsdam-Mittelmark inne, kandidiert aktuell als Landesvorsitzende. Auf die Frage, warum immer noch so wenige Chefs Frauen sind, sagt sie: „Meine Generation ist die erste Generation von Frauen, die sich selbstständig machen können, ohne ihren Mann zu fragen.“

Ihr Mutter beispielsweise, habe damals nicht mal allein einen Mietvertrag unterschreiben dürfen. „Die Gleichberechtigung muss wachsen“, sagt Dettke. Die Kleinmachnowerin sieht aber dennoch das Problem, dass viele Frauen nicht ernst genommen werden. Sie würden noch zu oft als „das kleine Mädchen“ gesehen.

Mindestens so gute Chefs wie Männer

„Die Frauen müssen einfach machen, dann können sie das auch“, ist Dettke überzeugt. Das Selbstvertrauen müsse immer wieder gefördert werden. Frauen seien ebenso gute Chefs wie Männer – teilweise bessere. „Weil sie sich auch mal Hilfe holen, Fragen stellen und vorausschauend denken“, sagt Dettke. Die 52-Jährige zitiert in diesem Zusammenhang das chinesische Sprichwort „Der Meister kämpft, ohne zu kämpfen“.

Damit Gleichberechtigung in Zukunft bessere funktioniere, müsse mehr Vertrauen in die Frauen gesetzt werden. „Die können das“, sagt die Fotografin.

Die Bilder von Martina Dettke sind noch bis zum 30. März im Bürgerbüro der SPD Bad Belzig, Wiesenburger Straße 13, zu sehen.

Von Josephine Mühln

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