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Ausstellung in den „heiligen Hallen“

Ein neues Museum in der Schleuse Kleinmachnow Ausstellung in den „heiligen Hallen“

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin präsentiert in den „heiligen Hallen“ des historischen Bauwerks am Teltowkanal Karten, Fotos und Dokumente. Damit hat die Schleuse Kleinmachnow eine zweite Attraktion. Bereits 2008 wurde die Schleusnerbude eröffnet, die an Wochenenden für Besucher zugänglich ist.

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Initiatoren und Macher des Museums: (v.l.) Mike Mittelstädt und Jörg Augsten von der Schifffahrtsverwaltung sowie die „Vier von der Schleusnerbude“ Otfried Becker, Werner Polzin, Winfried Vick und Peter Richter.

Quelle: Jürgen Stich

Kleinmachnow. Die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf ist um ein Museum reicher. Fast auf den Tag genau 111 Jahre nach Inbetriebnahme der Kleinmachnower Schleuse am 2. Juni 1906 wurde am Freitag im historischen Schleusengebäude eine Dauerausstellung zur Geschichte des Bauwerks und des Teltowkanals eröffnet. Bereits zu Pfingsten 2008 öffnete sich die Schleusnerbude für die Öffentlichkeit. „Weit mehr als 100 000 Besucher haben wir seitdem hier gezählt“, sagt Michael Scholz, Chef des Wasser- und Schifffahrtsamtes Berlin. „Die Bude ist eine echte Erfolgsgeschichte“, ergänzt Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD), dessen Gemeinde das Projekt von Anfang an finanziell unterstützt.

Die Initiative zum ergänzenden Museum ging von Jörg Augsten vom zuständigen Außenbezirk Neukölln aus. „Wir sind uns alle einig, dass hier in Kleinmachnow die schönste Schleuse des Landes steht“, so Augsten. Der aufwendige Bau war zu seiner Zeit zwar nicht unumstritten, entwickelte sich aber dann zu einem viel besuchten Anziehungspunkt in der Region. Daran will auch das neue Museum anknüpfen, das in den ansonsten nicht zugänglichen „heiligen Hallen“ des Bauwerks untergebracht ist.

Präsentiert wird zum Beispiel eine originale Festschrift zur Eröffnung des Teltowkanals. An den Wänden kann der Besucher den Verlauf und alle interessanten Stationen des Teltowkanals anhand großer Kartenblätter verfolgen. Dieses sogenannten Blaue Band diente zu DDR-Zeiten der Orientierung und zeigt den damaligen Grenzverlauf am Kanal mit den Grenzkon-trollstellen.

Geöffnet an den Wochenenden

Das Museum in der Kleinmachnower Schleuse ist gemeinsam mit der Schleusnerbude an jedem Wochenende samstags und sonntags sowie an allen Feiertagen von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Telefon: 033203/5 77 73. Es gibt Erläuterungen und Führungen von fachlich versierten Mitarbeitern.

Seid der Eröffnung der Schleusnerbude Pfingsten 2008 haben mehr als 100 000 Menschen das historische Bauwerk im Teltowkanal besucht – Rekord im Landkreis.

Bilder und Dokumente führen in die Geschichte der Schleuse ein, alte Gerätschaften machen deutlich, dass hier hart gearbeitet wurde. Sichtbar ist auch das Werk der alten Turmuhr, die auch nach 111 Jahren immer noch anzeigt, welche Stunde es geschlagen hat.

Bereits jetzt ist die Schleuse, die an Wochenenden und Feiertagen für Besucher geöffnet ist, das meist besuchte Technikdenkmal des Landkreises. Mit dem Museum könnten die Besucherzahlen noch weiter ansteigen. Kleinmachnows Bürgermeister Grubert jedenfalls hat bereits angekündigt, das Museum den Schulen der Gemeinde für Ausflüge empfehlen zu wollen. Da werden die Nachbarkommen sicherlich nicht nachstehen wollen.

Von Jürgen Stich

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