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Potsdam-Mittelmark Große Geschichte und feine Sprüche
Lokales Potsdam-Mittelmark Große Geschichte und feine Sprüche
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17:30 23.07.2017
Wilfried Mix (r.) und Ingo Schiege stellen in der Turmgalerie auf der Bismarckhöhe in Werder aus. Quelle: Edith Mende
Werder

Bereits drei Jahre vor dem ersten Pinselstrich begann für Wilfried Mix die Arbeit an seinem Triptychon zum Stadtjubiläum von Werder. Da suchte er im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg nach geschichtlichen Fakten. Denn lange vor 1317, als Markgraf Waldemar den Inselflecken Werder an das Kloster Lehnin schenkte, müssen Menschen hier gelebt haben. Unterschiedliche Quellen und auch eigene Erfahrungen halfen ihm, den immer konkreter fassbaren Verlauf der Werderaner Geschichte in drei Bildtafeln darzustellen. Auf der letzten, die Zukunft Werders betreffend, ist die Farbe beinahe noch feucht. Am Samstag zur Vernissage in der Turmgalerie auf der Bismarckhöhe konnten Besucher das umfangreiche Kunstwerk erstmals komplett besichtigen: acht Meter lang, 1,90 Meter hoch. Gekommen waren so viele Neugierige, dass der Blick darauf zeitweilig schwierig war. Und munter wurde es diskutiert. Wilfried Mix stand jedem Rede und Antwort. Das Triptychon, nun Eigentum der Stadt, soll einmal in der Touristen-Information im noch zu sanierenden Lindowschen Haus seinen Platz finden. Das Lindowsche Haus ist bei Mix genau wie die Blütentherme auf der Zukunftstafel dargestellt. Das Wann ist also offen.

Die kalligraphischen Arbeiten des Lübbenauers Ingo Schiege wirken wie eine feine, stille Ergänzung zum gegenüber stehenden spektakulären Bildwerk. Der Spreewälder gestaltete Sprüche der Werderschen, die Ortschronist Baldur Martin gesammelt hat, sowie Aphorismen Christian Morgensterns. Da liest man Weisheiten wie „Der Erdbeeracker ist der beste Lehrmeister“ oder „Der Gärtner hört nur auf Gott und die Natur“ und schmunzelt über „Beim Obstwein schmeckt das nächste Glas immer am besten“. Seine Unikate gestaltete Ingo Schiege extra für diese Ausstellung. Der Autodidakt, der bereits in London ausstellte, hatte sich eigentlich mit kalligraphisch verarbeiteten Worten unterschiedlicher Dichter um eine Schau in der Turmgalerie beworben. Der Freundeskreis Bismarckhöhe trug ihm stattdessen die ortsbezogenen Texte an.

Die Ausstellung „Original Werder“ ist bis zum 3. Oktober an den meisten Sonntagen von 14 bis 18 Uhr oder nach Anmeldung unter 03327/66 31 70 zu sehen.

Von Edith Mende

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