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Auszeichnung für preiswerte Versorgung

Bad Belzig Auszeichnung für preiswerte Versorgung

Wohnungsbaugenossenschaft 1919 und Stadtwerke Bad Belzig haben erfolgreich beim Energieeffizienzwettbewerb teilgenommen. Für ihre Kooperation bei der lokalen Strom- und Wärmeversorgung erhalten sie einen der drei mit 5000 Euro dotierten Preise. Eigentliche Nutznießer sind aber die Mieter, wie die Unternehmen betonen.

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Die Firma Elektro-Belitz aus Bad Belzig hat gerade die Leitungen im Wiesenburger Wohngebiet Am Stadion verlegt.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig/Wiesenburg. Der nächste Winter im Hohen Fläming kann kommen. Weitere drei Mehrfamilienhäuser im Wiesenburger Wohngebiet Am Stadion werden nämlich gerade erschlossen und künftig mit Strom und Wärme aus einem Blockheizkraftwerk versorgt. Ausreichend und preiswert, wie sich gezeigt hat.

Denn die Stadtwerke-GmbH Bad Belzig und die Mieter der Wohnungsbaugenossenschaft 1919 haben schon an den ersten zwei Standorten positive Erfahrungen mit der Technologie gesammelt.

Für das 2015 gestartete Pilotprojekt liegen jetzt Zahlen vor. „18 Prozent Heizkosten werden gespart und der auf Erdgasbasis produzierte Strom sehr günstig für 27,62 Cent je Kilowattstunde abgegeben“, berichtet Steffen Tschiersch. Der Geschäftsführer des Wohnungsunternehmens sowie Dirk Gabriel und Harald Lacher vom kommunalen Versorger sind also nicht von ungefähr in knapp drei Wochen zum Energietag des Landes Brandenburg eingeladen.

Dieser findet an der Hochschule in Cottbus (BTU) statt. Dort soll die Richtung weisende Kooperation ausgezeichnet werden. Sie erhält – neben einem dieser Tage produzierten Imagefilm – einen der drei mit 5000 Euro dotierten märkischen Energieeffizienzpreise 2017. „Das Geld wird geteilt und investiert“, heißt es jeweils.

Tatsächlich ist die buchstäblich verbrauchernahe Innovation bei Kollegen viel nachgefragt, wie Ingo Krugmann als Technikchef der Stadtwerke-GmbH bestätigen kann. Bei einer der Veranstaltungen mit Vortrag und Erfahrungsaustausch sei schließlich die Anregung des Ministeriums aufgenommen, sich an dem zum zweiten Mal ausgelobten Wettbewerb zu beteiligen – prompt erfolgreich, wie jetzt bekannt geworden ist.

Von Bedeutung ist die Schaffung eines separaten Stromnetzes, mit dem die Eigenversorgung realisiert und die Konzessionsvereinbarung mit dem Regionalnetzbetreiber im Wortsinne untergraben werden kann. Gleichwohl die Zusammenarbeit mit der Edis und den Handwerksunternehmen vor Ort gewürdigt wird. So zum Beispiel in der Weitzgrunder Straße der Kur- und Kreisstadt.

Dort soll nämlich die mehr als 150 000 Euro teure Technologie ebenfalls in naher Zukunft realisiert werden.

Von René Gaffron

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