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Potsdam-Mittelmark Auto-Legende Heidi Hetzer macht Dampf
Lokales Potsdam-Mittelmark Auto-Legende Heidi Hetzer macht Dampf
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17:42 10.01.2018
Zwei, die sich gut verstehen: Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt bewundert die Auto-Handtasche von Heidi Hetzer. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Teltow

„Ich habe in der Welt gesehen, wie wichtig eine gute Ausbildung ist“, betonte Heidi Hetzer bei der Ankündigung der Regionalen Ausbildungsmesse am 20. Januar im OSZ Teltow, für die sie als Schirmherrin auftritt. Hetzer, die voriges Jahr ihren 80. Geburtstag feierte und für ihre 2017 beendete Weltreise in ihrem Auto „Hudo“ bekannt ist, hatte nach einer Ausbildung zur Automechanikerin den Betrieb ihres Vaters übernommen und zu einem der größten Autohäuser Berlins ausgebaut.

So um die zehn Lehrlinge in den Bereichen Werkstätte, Büro und Verkauf hätte sie ständig gehabt, erinnerte sich Hetzer an ihre eigene Zeit als Ausbildungsbetrieb. „Ich finde immer noch, Handwerk hat goldenen Boden – es ist ein alter Spruch, aber der kommt gerade wieder“, zeigte sie sich überzeugt. Dem Problem des fehlenden Nachwuchses müsse man entgegensteuern. „Man braucht keinen Mut, man muss einfach machen“, forderte sie und gab als Motto aus: . „Geht nicht, gibt’s nicht – es dauert nur manchmal etwas länger.“ Mit ihrer Schirmherrschaft hofft Hetzer, junge Menschen zu motivieren, aber auch zu zeigen, dass man es auch als Mädchen zu was bringen kann. Sie habe bereits an vielen Orten gesprochen und gemerkt, „da ist so viel Potenzial, wenn man die Kinder nur interessiert. Ich glaube, ich habe denen was gegeben.“

Die Ausbildungsmesse findet bereits zum elften Mal statt und kann diesmal mit einem Ausstellerrekord aufwarten: 125 Unternehmen machen mit, einigen Interessenten musste sogar abgesagt werden, berichtete Stefanie Herfurth von der Agentur „brando“, die erstmals die Organisation der Veranstaltung übernommen hat. Rund 250 Ausbildungsberufe und Studiengänge sind dabei vertreten. Die Messe sei über die Jahre ausgebaut worden, betonte auch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD), der auch erklärte: „Wir versuchen Jahr für Jahr, das Thema auch zu einem Erlebnis zu gestalten.“ Heidi Hetzer bringe Lebenserfahrung mit. „Es gibt Themen, die können wir im Alter einfach besser an die nächsten Generationen vermitteln“, so Schmidt. Und Herfurth erklärte, sie habe zum einen unbedingt – erstmals – eine Frau für die Veranstaltung gewinnen wollen und gleichzeitig jemanden, der einen bodenständigen Beruf erlernt hat. „Heute wollen viele Jugendlichen You-Tube-Blogger oder Superstar werden. Wir wollten zeigen, dass man auch so seine Träume wahr werden lassen kann.“

Mit Vollgas in die Zukunft

Die 11. Regionale Ausbildungsmesse Teltow steht unter dem Motto „Mit Vollgas in deine Zukunft“ – in Bezug auf die Ausbildung und Leidenschaft ihrer Schirmherrin Heidi Hetzer.

Die Messe findet am 20. Januar von 10 bis 15 Uhr im OSZ Teltow in der Potsdamer Straße 4 statt.

Neben 125 Ausstellern, die über 250 Ausbildungsberufe und Studiengänge Auskunft geben, werden ergänzend auch Vorträge angeboten.

Neben Teltow machen auch die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf, aber auch Nuthetal, Großbeeren und Ludwigsfelde mit. Die Kreisgrenze spiele für die Jugendlichen keine Rolle, wenn es um eine Lehrstelle ginge, erklärte Christian Großmann (Bürgermeister Ludwigsfelde) und ergänzte: „Wenn man nicht gerade zur See fahren möchte, findet man hier in der Region wohl für jedes Interesse einen passenden Ausbildungsplatz.“ Am Oberstufenzentrum (OSZ) in Teltow, an dem die Messe veranstaltet wird, absolvieren jährlich rund 1300 Jugendliche den schulischen Teil ihrer Berufsausbildung, schilderte Henri Danker (OSZ Technik Teltow). Den größten Anteil machen dabei mit 360 bis 400 Schülern und Schülerinnen die Kfz-Mechatroniker aus. Jedes Jahr sei mit 100 Abbrechern zu rechnen, die meisten im ersten Jahr, vereinzelt käme aber noch bis ins vierte Jahr zu dieser Entscheidung, die natürlich für alle einen Geld-, Zeit- und Motivationsverlust bedeute, so Danker.

Oft seien falsche Erwartungen an den Beruf schuld daran. Am besten sei es, wenn sich die Jugendlichen schon vor Besuch der Messe mit dem Thema beschäftigt hätten – oder das gesammelte Material danach sortieren würden. Und Hartmut Piecha aus Kleinmachnow ergänzte: „Die Orientierung für junge Menschen ist heute nicht ganz einfach, der Weg zum Millionär muss erst gefunden werden – und dabei soll die Messe helfen.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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