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Autos gerammt und abgehauen

Unfallflucht in Werder Autos gerammt und abgehauen

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag zwei am Bahnhof abgestellte Autos stark beschädigt und sind geflüchtet. Die Polizei ermittelt zum schweren Fall von Unfallflucht. Zwei junge Werderaner und ihre Autos hat es hart getroffen. Damit sie auf den Kosten nicht sitzen bleiben, hoffen sie, dass die Polizei die Täter schnell findet.

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Janine Meyer kann es noch immer nicht fassen, wie man so ihr Auto demolieren konnte.

Quelle: Julian Stähle

Werder. Janine Meyer steht am Sonntagmittag wie erstarrt auf dem Bahnhof Werder und glaubt ihren Augen nicht zu trauen: ihr Renault Twingo steht mit völlig zerbeulter Fahrerseite an einer Bordsteinkante vor dem Bahnhof. Dabei hatte sie ihr Auto am Vortag drei Meter davon entfernt tip top abgestellt. Der Freund der Werderanerin versucht, sie zu trösten, aber die 31-jährige ist völlig aufgelöst, kann anfangs keinen klaren Gedanken fassen.

„Doch wir haben dann sofort die Polizei gerufen. Sie hat den Vorfall aufgenommen, auch gefragt, ob ich Feinde habe, die mir schaden wollen. Aber ich bin mir sicher, das kann nicht sein“, erzählt am Montag die Werderanerin der MAZ. Das Auto stehe jetzt in der Werkstatt und die junge Frau schließt einen Totalschaden nicht aus. „Ich muss jeden Tag nach Nauen ins Amt zur Arbeit. Zum Glück hat mir meine Schwester ihr Auto geliehen“, so Janine Meyer. „Aber ich mache mir wirklich große Sorgen wegen der Kosten, wenn die Polizei den Täter nicht ermittelt, denn das Auto ist finanziert und nur teilkaskoversichert. Ich stehe dann vor einem Scherbenhaufen, obwohl ich völlig unschuldig bin.“

Twingo als Rammbock genutzt

Doch nicht nur die junge Frau wird den vergangenen Sonntag so schnell nicht vergessen. Auch den Fotografen Mathias Meinert aus Werder hat es voll erwischt. Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte den Twingo auf den VW T5 des 39-Jährigen geschoben. Und genauso demoliert sah der VW dann auch aus, wie Meinert der MAZ berichtet.

Der Werderaner hatte seinen Dienstwagen am Bahnhof Werder über Nacht wegen einer Feier abgestellt. „Wir ließen uns dann Sonntagmorgen mit dem Taxi nach Hause fahren. Nachmittags habe ich bei Facebook geblättert und sah ein Bild von dem ramponierten Twingo am Bahnhof im Netz. Ich ahnte Schlimmes und genauso kam es“, sagt Meinert.

Auch sein Auto sei zerknautscht worden, insbesondere an der Fahrerseite arg beschädigt. „Aber wir haben der Polizei auch schon wichtige Zeugenaussagen gemeldet, denn auch vor dem Einkaufszentrum in den Havelauen hat es schon wilde Fahrten von irgendwelchen Rowdys gegeben“, erklärt Meinert.

Polizei stellt Lackspuren sicher

Polizeisprecherin Jana Birnbaum bestätigt am Montag den Vorfall am Bahnhof Werder. „Wir ermitteln zur Unfallflucht, konnten blaue Lackspuren am Renault Twingo feststellen. Also muss der Unfallverursacher nicht schadlos davon gekommen sein,“ sagt Birnbaum. Die Polizei ermittelt deshalb auch in Autowerkstätten, wo der Schaden des Täters möglicherweise in den nächsten Tagen in der Auftragsliste einer Werkstatt steht.

Meinert wünscht sich gegenwärtig nichts sehnlicher, als dass die Polizei den Täter schnell fasst, denn sonst wird es auch für den schuldlosen VW-Fahrer teuer. „Man weiß nicht, was noch kommt. Ich wünsche keinem, dass sein Auto über Nacht so zugerichtet wird. Darum muss man die Schuldigen schnell finden.“

Von Regine Greiner

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