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Potsdam-Mittelmark Autotransporter blockieren Gewerbestraße
Lokales Potsdam-Mittelmark Autotransporter blockieren Gewerbestraße
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21:28 15.11.2017
Nichts geht mehr: Autotransporter mit Neuwagen für ein Logistikunternehmen blockieren die Gewerbestraße in Neuseddin. Quelle: Bernd Gartenschläger
Neuseddin

Ausnahmezustand im Gewerbegebiet in Neuseddin: In der Zufahrtsstraße zur Egerland Automobillogistik GmbH, die zur französischen Unternehmensgruppe STVA gehört, stauen sich täglich die Autotransporter mit Neufahrzeugen – oft sogar bis zur Bundesstraße 2. Die Polizei musste die Gewerbestraße schon wiederholt vorübergehend sperren und den Verkehr auf der Bundesstraße über die nächste Einfahrt in die Gemeinde umleiten.

Auch der Linienbus der Regiobus-Gesellschaft Potsdam-Mittelmark biegt derzeit nicht in die Straße zur Pappelallee ein und bedient die beiden Haltestellen im Gewerbegebiet. Die Haltestellen sind meist zugeparkt, und der Bus müsste sich auf der Gegenfahrbahn an den Schwerlastern vorbeidrängen, sagt Regiobus-Verkehrsleiter Thorsten Müller. Halteverbote, die die Gemeindeverwaltung in der Gewerbestraße anordnen ließ, werden von den Lastwagenfahrern ignoriert. „Nur an den Wochenenden können wir die übliche Linienführung wieder aufnehmen, da das Logistikunternehmen dann nicht beliefert wird.“

Die veränderte Linie verärgert vor allem die Fahrgäste, die im Gewerbegebiet aussteigen müssten und nun einen längeren Fußweg zu ihrer Arbeitsstelle haben. „Dadurch kamen wir schon mehrfach zu spät“, schrieben einige der Gemeinde Seddiner See kürzlich in ihr „Märker“-Portal.

Mit diesen chaotischen Zuständen müssen die Gewerbetreibenden und einige Anwohner im Neuseddiner Gewerbegebiet nun schon seit Mai dieses Jahres leben. In den vergangenen zwei Wochen hat sich die Lage allerdings noch dramatisch zugespitzt, sagen sie. „Unsere Mitarbeiter müssen mit ihren Autos die Gegenfahrbahn benutzen, um aufs Firmengelände zu kommen. Andere schicken wir früher nach Hause, weil sie noch zwei Kilometer zu einer Bushaltestelle laufen müssen, die nicht im Gewerbegebiet liegt“, beschreibt eine Geschäftsführerin die alltägliche Situation.

In harten Verhandlungen hat Seddiner Sees Bürgermeister Axel Zinke (parteilos) dem Autozulieferer nun offenbar ein Zugeständnis abgerungen. Auf seinem 25 Hektar großen Gelände will das Unternehmen eine Fläche anlegen, auf der bis zu 40 Lastwagen darauf warten können, entladen zu werden. Der Vorplatz soll bis zum 1. Dezember eingerichtet und der Großteil der Schwerlaster von der Straße verschwunden sein, soll STVA-Egerland zugesichert haben.

Der Bürgermeister erklärt sich den plötzlich hohen Zustrom an Autolieferungen mit dem Eigentümerwechsel des früheren Familienbetriebes. Nachdem vor etwa vier Jahren die STVA das Unternehmen aufkaufte, soll sie nun selbst zum 1. November dieses Jahres von der ebenfalls französischen Groupe CAT übernommen worden sein. Egerland habe ihm gegenüber erklärt, keinen Einfluss auf die Anzahl der Anlieferungen zu haben und manchmal selbst nicht ganz genau zu wissen, was konkret angeliefert wird, sagt Zinke. Eine Stellungnahme des Unternehmens war gestern nicht zu erreichen.

17 Stellplätze zum Entladen der Autos

Die STVA Egerland Automobillogistik GmbH in Neuseddin ist der Autozulieferer für die Händler im gesamten Großraum Berlin.

Zum Entladen der Neufahrzeuge stehen auf dem Firmengelände an der Gewerbestraße 17 Stellplätze zur Verfügung.

Das Entladen eines Autotransporters dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Neben Neuseddin hat die Firma sechs weitere Standorte in Deutschland. Die Zentrale befindet sich in Osnabrück.

Von Heinz Helwig

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