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B-246-Ortsdurchfahrt wird ein Jahr Baustelle

Reetz B-246-Ortsdurchfahrt wird ein Jahr Baustelle

Mit einem Jahr Verspätung beginnt jetzt der Ausbau der Ortsdurchfahrt Reetz. Bis Mai 2018 wird die Piste, inklusive Kreisverkehrsplatz in der Dorfmitte, erneuert. Die Anwohner haben indes Bedenken, was die Beeinträchtigungen durch Sperrungen und Umleitungen angeht.

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Infrastrukturministerin Kathrin Schneider(2. v. l.) und die Lokalpolitiker beim ersten Spatenstich für den Ausbau der B 246-Ortsdurchfahrt in Reetz.

Quelle: Eva Loth

Reetz. Die 500 Einwohner aus Reetz werden zu fast jeder Zeit ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen können. Außerdem soll es Umleitungen auf Feldwegen und Nebenstraßen geben, mit denen die fünf Abschnitte des Ausbaus der B 246-Ortsdurchfahrt sowie der Kreisstraße zum Lindenplatz jeweils umfahren werden können. Das ist ihnen bei der Informationsveranstaltung diese Woche in der Wiesenburger Kunsthalle versichert worden.

„Wir können ja nicht täglich 60 Kilometer Umweg in Kauf nehmen“, hieß es dort. Irina Lorz vom Landesbetrieb Straßenwesen betonte, dass die großräumige Umleitung vor allem wegen des Durchgangsverkehrs propagiert werde. „Ihre bisherige Kommunikation war jedenfalls ein Flop“,warf Claus Wichmann den Bauherren – Land Kreis und Kommune – vor. Auch Anette Blasche, Inhaberin der Gärtnerei in Reetzerhütten, beklagte, dass sie deswegen schon Umsatzeinbrüche vor dem Baubeginn im Nachbarort habe und den Kunden nicht einmal sagen könne, wie sie in nächster Zeit erreichbar sein wird.

Überall gibt es Sperrungen

Immerhin ist in dieser Woche der symbolische Spatenstich vollzogen worden. Ministerin Kathrin Schneider war dazu vor Ort. Am kommenden Mittwoch rücken die Bauleute mit ihren Maschinen an und legen in der Belziger Straße los. Binnen eines Jahres soll das 2,1-Millionen-Euro-Vorhaben erledigt sein, später folgen Sanierung der Ortsdurchfahrt Reetzerhütten und der Radwegbau nach Wiesenburg.

Sperrungen überall

Die offizielle Umleitung wird für die Bauzeit in Reetz von Loburg über die A 2 bis Wollin nach Görzke und Wiesenburg ausgewiesen.

Entlastung könnte entstehen, wenn die B-107-Ortsdurchfahrt Ziesar im Herbst wieder frei ist.

Außerdem ist in dem Raum gerade noch die B 246 zwischen Wiesenburg und Klein Glien für vier Monate gesperrt.

Den aktuellen Auftrag hat das Unternehmen Ostbau unterhalten. Es wird den eigentlich ja schon vor Jahresfrist geplanten grundhaften Ausbau auf einer Länge von fast 1300 Metern bis zum Ortsausgang nach Zerbst vornehmen, Regenwasserkanal inklusive. Dazu wird der Knoten in der Dorfmitte zum Kreisverkehrsplatz umgebaut. Von dort aus müssen 120 Meter Kreisstraße instandgesetzt werden. Vor dem südlichen Ortseingang wird eine Mittelinsel als Querungshilfe für den nach Wiesenburg geplanten Radweg gebaut.

Gehwege, dafür keine eigene Spur für Radfahrer

Im Ort sollen Radler keine eigene Trasse haben, dafür sind zumindest in der Belziger Straße auf beiden Seiten Gehwege vorgesehen. Querungshilfe am Ortseingang und Fußgängerüberweg werden nachts sogar beleuchtet sein, heißt es. Ob die Parkplätze vor der ehemaligen Gaststätte „Bauernstüble“ noch benötigt werden wird ebenso geprüft wie Standort und Ausbaustandard der Haltestelle am Lindenplatz. Anwohner Dieter Wankmüller hat Protest deutlich gemacht.

Vorerst wird die Straße Im Hack zum Nadelöhr. Deren exklusiver Ziegelbelag soll deshalb geschützt und später wieder hergestellt werden. Immerhin: „Weil die Anlieger dort bereits sind, vorübergehend Beeinträchtigungen in Kauf nehmen, kann der Schulbusverkehr aufrecht erhalten werden“, berichtete Michael Jacobi. Mit Skepsis wurden jedoch die Ausführungen des Mitarbeiters der lokalen Bauverwaltung aufgenommen, dass sogar Begegnungsverkehr ohne Ampelregelung dort zugelassen werden soll.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass die ähnlich Baustelle gemeistert wird wie einst beim Kanalbau. Ohnehin sind er und die Bauleiter Thomas Belka (Ostbau) und Luise Rother (Straßenbauamt) stets vor Ort ansprechbar.

Von René Gaffron

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