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Internationale Schule plant Theaterbau

700 Schüler aus 62 Nationen unter einem Dach Internationale Schule plant Theaterbau

In Kleinmachnow besteht die Berlin Brandenburg International Scholl seit 25 Jahren. Mehr als 1000 Gäste haben das Jubiläum am Sonnabend gefeiert. Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) wünschte sich, dass ganz Brandenburg eine internationale Schule wäre. Für die Zukunft kündigt der Direktor einen Theaterbau mit bis zu 500 Plätzen an.

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Stimmung beim Jubiläumsfest der BBIS: Von Theater bis Rodeo gab es viel zu erleben.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Kleinmachnow. „Das Liebste wäre mir, wenn ganz Brandenburg eine internationale Schule wäre“, gratulierte der einstige brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) der Berlin Brandenburg International School (BBIS) in Kleinmachnow zum 25. Geburtstag. Denn hier, an der BBIS, geschehe das Beste, was man tun könne: „Hier werden Kinder und Jugendliche zusammengebracht.“ Dass dies tatsächlich der Fall ist, davon konnten sich die mehr als 1000 Gäste am Samstag bei der Jubiläumsfeier der Schule auf dem Seeberg überzeugen: Kinder und Jugendliche der unterschiedlichsten Nationen präsentierten ihre Schule, traten mit Musik- und Theaterstücken auf, nutzten Unterhaltungsangebote wie Rodeo, Trampolinspringen und Hüpfburgen oder chillten einfach mit ihren Freunden.

Wer mehr über die BBIS erfahren wollte, konnte dies nach der offiziellen Eröffnung des frisch renovierten Hauses 1 tun, in dem nun die Grundschule (Primary School) ihr Zuhause gefunden hat. Präsentationen über Vergangenheit und Zukunft der Schule, über Schüler-Clubs und andere Angebote, die Erfahrungen von Alumni oder eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde über Nachhaltigkeit standen ebenso auf dem Programm wie ein Besuch des Schulgartens oder eine Tour durch die „unterirdischen Gänge“ des Seeberges, die Legenden zufolge früher bis zum Potsdamer Platz gereicht haben sollen. Wer Lust hatte, konnte schließlich im „Global Village“ mit Speis, Trank und Bühnenunterhaltung bis spät in die Nacht feiern.

Nun geht es ins nächste Vierteljahrhundert – und der Seeberg wird sich auch in Zukunft weiter verändern. Nachdem die kommunale Kleinmachnower Grundschule als Mieter im Sommer Haus 5 an die BBIS zurückgegeben und ihren Neubau am Adolf-Grimme-Ring bezogen hat, wird das freie Gebäude in Zukunft quasi als Rangierfläche dienen, so Schuldirektor Peter Kotrc. Denn als nächstes soll erst Haus 2 auf den selben modernen Stand wie Haus 1 gebracht werden: „Wir wollen Räume für das 21. Jahrhundert schaffen“, erklärt er.

Noch in diesem Jahr wird ein Klassenprojekt zum Thema „Schultheater“ gestartet, aus dem heraus im Anschluss ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden soll. Kotrc zu den Vorgaben: „Realistisch ist ein ganz neues Theater – von den technischen Möglichkeiten und vom Volumen her.“ Als Kapazität werden 400 bis 500 Plätze angestrebt, was auch die Vermietung realistischer machen würde, so der Schulleiter, denn: „Für diese Größe fehlt im Süden Berlins einfach ein Aufführungsort.“ Der Zeithorizont für das Theater ist jedoch ein weiter, von frühestens 2020/21 spricht Kotrc, vielleicht früher, wenn sich finanzkräftige Sponsoren für das Projekt begeistern könnten.

Momentan sind andere Fragen aktueller, etwa das Flüchtlingsthema, das auch – oder gerade – an der BBIS nicht spurlos vorbei geht. Heute ist ein Kick-off-Meeting zu diesem Thema geplant. An ein Stipendium für Flüchtlinge wurde gedacht, doch es stelle sich die Frage, wie sinnvoll es sei, jemanden für 180 Schultage im Jahr aus dem sprachlichen und sozialen Kontext zu nehmen, so die Überlegungen des BBIS-Kollegiums.

Und bei einem Stipendium für das Internat wäre unklar, wer für den Schüler/die Schülerin verantwortlich wäre, oder ob er/sie dann in den Ferien „wie eine heiße Kartoffel herumgereicht“ würde. Um das zu vermeiden, müsse gut überlegt werden, was Sinn macht, so Kotrc. Aber: „Es gibt eine große Bereitschaft, viele Lehrer spenden und die Schüler machen Druck.“

Schüler aus 62 Nationen

Die Berlin Brandenburg International School wird von knapp 700 Schülern zwischen 3 und 19 Jahren aus 62 Ländern besucht. 112 Mitarbeiter aus 19 Nationen kümmern sich um das Wohl der Schüler.

Unter der Schülerschaft sind 29 Prozent Deutsche, 15 Prozent US-Amerikaner.

Im Internat leben derzeit 65 Jugendliche aus 23 Ländern.

Unterrichtet wird vom Kindergarten bis zur Klasse 12 nach den Curricula des International Baccalaureate.

Nach zwölf Jahren wird mit dem IB Diplom oder dem berufsorientierten Certificate abgeschlossen. Der Abschluss des Middle Years Programs (Klasse 10) wird von Deutschland als Mittlerer Schulabschluss (MSA) anerkannt.

Kontakt: BBIS Berlin Brandenburg International School GmbH, Kleinmachnow, Am Hochwald 30, Telefon

03 32 03 / 80 36-0; www.bbis.de

Von Konstanze Kobel-Höller

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