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Potsdam-Mittelmark Wie sich eine Stadt um Neugeborene kümmert
Lokales Potsdam-Mittelmark Wie sich eine Stadt um Neugeborene kümmert
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00:10 02.05.2017
Regina Breyer (l.) überbringt der jungen Familie von Benjamin Rosbigalle die Glückwünsche der Stadt und die Mappe mit den wichtigen und nützlichen Informationen für junge Eltern. Quelle: Th. Lähns
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Beelitz

Die Spargelstadt ist nicht nur eine familienfreundliche, sondern auch eine geburtenfreudige Stadt. Jährlich kommen in Beelitz und seinen Ortsteilen im Durchschnitt 90 Kinder zur Welt, besagt die Statistik. Da hat die frühere Schulleiterin Regina Breyer schon fast einen Vollzeitjob. Sie besucht seit sieben Jahren frischgebackene Eltern, um ihnen die Glückwünsche der Stadtverwaltung und eine Mappe mit wichtigen und nützlichen Informationen für die junge Familie zu überbringen. Den Babywillkommensdienst der Stadt nutzen inzwischen 90 Prozent der jungen Mütter und Väter in Beelitz.

„In manchen Familien bin ich inzwischen schon viermal gewesen“, bilanziert Breyer. Wie viele Eltern sie seit der Einführung dieses Services im Jahr 2010 besuchte, hat sie nicht gezählt. Ihre Touren führten sie von Busendorf nach Zauchwitz quer durch die gesamte Stadt Beelitz. Meist packt sie sich eine Woche mit Terminen voll, die sie mit den jeweiligen Familien abstimmt, um in den anderen Wochen für sich selbst und ihre Familie Zeit zu haben. „Ich lasse den Eltern immer acht bis zehn Wochen nach der Geburt ihres Kindes Zeit, um sich für ihren neuen Lebensabschnitt erst einmal sortieren zu können, bevor ich einen Termin mit ihnen vereinbare, sofern sie es wünschen.“ In den Gesprächen geht es häufig um die Geburt des Kindes und die ersten Tage danach. Regina Breyer stellt die Angebote der Stadt vor und bietet Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen für Förderungen oder Kitaplätze an.

Üppiges Willkommenspaket mit selbstgestrickter Garnitur

Bei jüngeren Geschwistern lässt die Willkommensbeauftragte die Informationsmappe weg und überreicht nur die kleinen Geschenke, die zur Babybegrüßung dazugehören. Das waren anfangs ein paar Babywollsöckchen sowie ein Päckchen der Stadtapotheke mit Babyartikeln. Jetzt kann Breyer komplette selbstgestrickte Garnituren mit Mützchen, Schal und Jäckchen übergeben, die Beelitzerinnen immer wieder ins Familienzentrum bringen. Die ersten Stoffbeutel sind für das Willkommenspaket zu klein geworden, so dass die Kinder- und Jugendarbeiterin Jaqueline Lang schon größere Taschen nähen musste. Mit Beelitzer Kitakindern bastelt sie seit diesem Jahr kleine Schutzengel für die Neugeborenen. Neu im Begrüßungspaket ist auch ein Märchenbuch, das die Buchhändlerin Michaela Loth spendiert.

Auf Wunsch können Eltern ein „Lebensbäumchen“ für ihr Kind pflanzen. In jedem Jahr am 20. September, dem Weltkindertag, setzt Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) mit Familien junge Gehölze alter Obstsorten auf einer ausgewählten Fläche in die Erde. Vier Streuobstwiesen sind an der Nieplitz schon entstanden. Jetzt sollen weitere Bäumchen an der Bockwindmühle gepflanzt werden beziehungsweise alte Landstraßen und Wanderwege zieren.

Startpaket für die ersten Schritte ins Leben

Die Informationsmappe enthält Hinweise zur frühkindlichen Entwicklung und Versorgung, zur Babypflege und zu Gesundheitsdiensten, zu Kitas, Schulen und Beratungsangeboten sowie weitere wichtige Adressen für die Familien. Ortsteilpläne oder Wanderkarten ergänzen das Paket.

Die ersten Eltern der Aktion waren am 29. Juli 2010 die damalige Germanistikstudentin Sarah Schöneberg-Breyne und der Industriekaufmann Thomas Schöneberg mit ihrem Töchterchen Katharina Aliénior.

Beim regelmäßigen Frühstück für Schwangere des Beelitzer Familienzentrums stellt sich Regina Breyer mitunter den werdenden Müttern vor und nimmt den ersten Kontakt zu den künftigen Familien auf.

Von Heinz Helwig

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