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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Beatmungszentrum im Aufbau
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Beatmungszentrum im Aufbau
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02:15 25.01.2016
Pneumologin Simone Rosseau. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Die Geburtshilfe-Abteilung in der Kur- und Kreisstadt ist wohl endgültig Geschichte. Dort, wo sich bislang der Kreißsaal befand, wird gerade das Brandenburger Lungen- und Beatmungszentrum eingerichtet. Die Handwerker sind bereits im Krankenhaus am Werk.

Standortübergreifend sollen die Klinik für Pneumologie in Potsdam und die neue Beatmungsstation in Bad Belzig zusammenarbeiten. „Das multiprofessionelle Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten sorgt bei Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen für eine individuelle Therapie, die über die Krankenhausbehandlung an sich hinausreicht“, sagt Steffen Grebner. Wie der Geschäftsführer des Ernst-von-Bergmann Klinikums jetzt angekündigt hat, ist die Inbetriebnahme für 1. April vorgesehen. Bis dahin müssten ihm zufolge rund 900 000 Euro investiert werden.

„Mit dem Geld wird die Intensivstation von sechs auf 14 und später voraussichtlich noch mal um weitere vier Betten aufgestockt“, erklärt Reinhard Engel. Der ärztliche Direktor sieht darin nicht zuletzt einen Beitrag zur effektiven Auslastung der Ausstattung und des Personals. Das interdisziplinäre Angebot aus Lungenheilkunde, Intensiv-, Beatmungs- und Schlafmedizin stoße auf großes Interesse und biete gerade bei den Personen mit komplexen Krankheitsbildern eine optimale Betreuung.

Auch ambulantes Angebot

Ein Fokus des Brandenburger Lungen- und Beatmungszentrums wird auf die außerklinische Versorgung gerichtet. Patienten mit chronischer Atemschwäche, chronisch obstruktive Bronchitis, massives Übergewicht oder Brustkorbverengungen könnten eine Therapie zu Hause erhalten.

Für die dauerhaft beatmungspflichtigen Menschen soll Simone Rosseau eine Versorgungsstruktur von Bad Belzig aus schaffen.

Es bedarf einer engmaschigen spezialisierten Betreuung durch Fachärzte und Atmungstherapeuten, sowie der Abstimmung zwischen diesen Spezialisten, niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten.

Mittels Telemedizin könnte die Beratung der Experten zu Hause erfolgen.

Die fachliche Leitung obliegt Hartwig Schütte, der bereits seit 2014 im Potsdamer Haupthaus als Chefarzt tätig ist und Simone Rosseau, die aus Berlin nach Bad Belzig wechselt. Beide haben am Lungenforschungszentrum der Universität Gießen promoviert und in der Charité gewirkt, ehe sie nun in der hiesigen Krankenhausgesellschaft mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums betraut worden sind.

„Der Bedarf wächst allgemein“, bestätigt Hartwig Schütte. Abgesehen von den chronisch Erkrankten ist es vor allem die Generation 50plus, die zunehmend mit Belastungen der Atemwege kämpft. Eine Konkurrenz zur angestammten Fachklinik in Treuenbrietzen oder den traditionellen märkischen Lungenheilstätten sehe er nicht, sagte der Spezialist auf MAZ-Nachfrage.

In Bad Belzig sollen – bei stets möglicher Akutversorgung – insbesondere langzeitbeatmete Patienten von der Intensivstation individuell von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden. Denn viele könnten nach schwerer, meist internistischer Erkrankung oder gar Muskelschwäche nach einer Langzeitbeatmung nicht einfach auf die Unterstützungsapparate verzichten, versichern die beiden Fachärzte. Ziel sei es, dass die Betroffenen wieder in ein selbstständiges Leben zurückfinden.

Von René Gaffron

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