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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Buttersäure im Briefkasten
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Buttersäure im Briefkasten
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15:37 05.11.2015
Feuerwehrleute versprühen Seifenlauge vor dem Haus in der Straße der Einheit Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Womöglich war es noch die Folge eine Scherzes zu Halloween. Dem Inhaber eines Wohn- und Geschäftshauses im Zentrum der Kur- und Kreisstadt war aber ganz und gar nicht zum Lachen zumute. Vielmehr bereitete ihm am Donnerstag Vormittag bei der Rückkehr aus dem Urlaub ein übler Geruch im Torhaus erhebliche Atembeschwerden.

Während der herbeigerufene Rettungsdienst das betroffene Paar ambulant behandelte, wurden Polizei und freiwillige Feuerwehr alarmiert. Sie sollten der Ursache des Gestanks auf den Grund gehen. Die Kameraden haben schließlich – ausgestattet mit Atemschutz- und Messtechnik der Gefahrstoffeinheit – die Lage erkundet.

15 Kameraden waren im Einsatz

Wie sich dabei herausstellte, war es sehr wahrscheinlich Buttersäure der Auslöser für das Unwohlsein. Offenkundig war die Flüssigkeit direkt in den Metallbriefkasten an der Hofeinfahrt geschüttet worden. Während er verpackt worden ist, hat die Löschgruppe versucht, mit einer Seifenlauge wieder für reine Luft zu sorgen.

Ein Gefäß, in dem die Buttersäure gewesen sein könnte, ist nicht mehr gefunden worden, wie Olaf Beelitz auf MAZ-Nachfrage berichtet hat. Nach Angaben des Stadtwehrführers waren etwa 15 Kameraden aus Bad Belzig und Dippmannsdorf im Einsatz. Während dessen ist die Straße der Einheit (Nord) zwischen 10.15 und 11.15 halbseitig gesperrt gewesen und es kam zu kleineren Verkehrseinschränkungen.

Ermittlungen wegen Körperverletzung

Derweil wird jetzt wegen Körperverletzung gegen unbekannt ermittelt, teilte die Polizeidirektion West mit. Zeugenaussagen werden erhofft. Indes gab es schon Anschläge mit Buttersäure hierzulande: im März auf einen Imbiss in Linthe und im März 2014 auf den Edeka-Markt im Wohngebiet Klinkengrund.

info: Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei Brandenburg/Havel, 0 33 81 / 56 00.

Von René Gaffron

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