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Bad Belzig: Es gibt Ärger an den Bolzplätzen

Videoüberwachung abgelehnt Bad Belzig: Es gibt Ärger an den Bolzplätzen

Die einmalige Sachbeschädigung der Bolzplätze an der Albert-Baur-Halle in Bad Belzig rechtfertigt keine Videoüberwachung. Diese Auffassung der Datenschützer wird auch im Fachausschuss des Stadtparlaments geteilt. Jürgen Gottschalk (CDU) sorgt sich jedoch um das kommunale Eigentum.

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Jungen und Mädchen der Grundschule beim Pausen-Kick.

Quelle: R. Gaffron

Bad Belzig. Für die beiden Sportplätze neben der Albert-Baur-Halle wird es keine Videoüberwachung geben. Jürgen Gottschalk (CDU) hatte die Verwaltung aufgefordert, die Möglichkeiten dafür zu prüfen, nachdem es im Sommer mindestens einmal zu erheblichen Sachbeschädigungen gekommen war. Unter anderem waren auf dem oberen Kleinspielfeld die Tornetze zerschnitten worden. Am tiefer liegenden Bolzplatz werden mit gutem Grund bereits nur noch Drahtkonstruktion verwendet.

Neben Kamera- und Aufnahmetechnik bräuchte es freilich Stromanschluss und Mast für die Installation. Wahlweise auf internen Speichern oder externen Geräten könnten die Bilder dann aufgezeichnet werden. Zwei verschiedene Ausbauvarianten hat das Hauptamt daher schätzen lassen. Die Investition läge demnach bei 2500 oder 4500 Euro. Hinzu käme noch die Wartung oder nötigenfalls Auswertung, hieß es jüngst in der jüngsten Beratung des Ausschusses für Soziales und Bildung sowie Ordnung und Sicherheit. In dem Gremium fand sich erwartungsgemäß keine Mehrheit für die Idee.

Das hängt nicht allein mit den Kosten zusammen, wie in der Debatte deutlich geworden ist. „Es gibt absolute Bedenken wegen des Datenschutzes“, sagte Heinz Friese unter Berufung auf den Beauftragten des Landes Brandenburg. Die einmalige Sachbeschädigung reiche demnach nicht aus, um eine Überwachung des Areals zu rechtfertigen. So sieht es nicht zuletzt Jens Gruszka (Die Linke). „Nicht einmal am Info-Café ’Der Winkel’ in der Straße der Einheit ist der Einsatz der Technik zulässig, obwohl es dort regelmäßig Steinwürfe auf die Fensterscheiben gibt“, sagte er.

Sein CDU-Kollege bleibt gleichwohl in Sorge um das kommunale Eigentum, das nicht durch Tore verschlossen ist. Immerhin sind Nutzungsregeln ausgeschildert. Die Spielflächen – eine maßgeblich finanziert vom Deutschen Fußballbund – am Weitzgrunder Weg werden tagsüber von Kindern und Jugendlichen der benachbarten Geschwister-Scholl-Grundschule und Krause-Tschetschog-Oberschule sowie den Vereinen genutzt. Dass dort im Dunkeln gewiss nicht nur gekickt wird, darauf lassen deren Zustand selbst und der Unrat darauf und am Rande schließen.

Von René Gaffron

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