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Bad Belzig: Gefahr auf ein paar Metern

Schulweg mit Nadelöhr Bad Belzig: Gefahr auf ein paar Metern

Es sind nur ein paar Meter. Aber in der Straße der Jugend wird es für die Kinder auf dem Weg zur Geschwister-Scholl-Grundschule in Bad Belzig mitunter ganz schön eng. Ein Gehweg fehlt. Doch der Ausbau der Piste steht laut Rathaus derzeit nicht zur Diskussion. Auch ein anderer Vorschlag fand keine Mehrheit bei den Stadtvätern.

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In der Straße der Jugend in Bad Belzig endet pötzlich der Gehweg.

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Der Weg zur Geschwister-Scholl-Grundschule in der Kur- und Kreisstadt kann mitunter ziemlich gefährlich werden. Besonders wenn die Jungen und Mädchen die Straße der Jugend passieren müssen. Denn ab dem Kiefernweg sind sie – für knapp 100 Meter – lediglich auf einem ausgelatschten Sommerstreifen unterwegs. Es gibt keinen separaten Geh- und Radweg, nicht einmal einen Bordstein, der den Erst- bis Sechstklässlern etwas Schutz bieten könnte. Dabei rollen insbesondere montags bis freitags gegen 7.45 Uhr nicht nur einige Busse, sondern vor allem Autos in beiden Richtungen auf der Piste entlang. Manche kommen dem Nachwuchs ziemlich nah.

Eltern sehen dringenden Handlungsbedarf

Darauf hat Lars Nissen jetzt hingewiesen. Namens der Eltern aus der unmittelbaren Umgebung wird das Rathaus deshalb aufgefordert, dringend die Sicherheit des Schulweges zu verbessern. In der jüngsten Beratung des Ausschusses für Bau und Planung, Wirtschaft und Finanzen hat dies bereits für Kontroversen gesorgt. Der neuralgische Punkt wird wohl anerkannt. Doch laut Verwaltung könnte die Problematik lediglich bei einem grundhaften Ausbau der Straße der Jugend gelöst werden. Der ist momentan nicht vorgesehen.

Fast 630 Schüler

Derzeit besuchen 421 Kinder die Geschwister-Scholl-Grundschule Bad Belzig. 206 Siebent- bis Zehntklässler lernen gleich in der Krause-Tschetschog- Oberschule daneben.

Ein Unfall mit Verletzten in unmittelbar Umgebung ist seit längerer Zeit nicht bekannt geworden.

Die Abgeordneten haben dessen ungeachtet aktuelle Erhebungen zum Verkehrsaufkommen am Weitzgrunder Weg gefordert.

Eine Einbahnstraße für den Bereich Rosa-Luxemburg-Straße, Weitzgrunder Weg, Straße der Jugend einzurichten, wird jedoch klar abgelehnt. Denn dann würde vermutlich nicht nur eine längere Strecke für Anfahrten aus Lärchenweg/Kurparksiedlung entstehen, sondern mithin schneller gefahren. Ob es jemals eine solche Regelung gegeben hat, war in dem Gremium strittig. Nach Aussage von Christoph Grund existierte lediglich zeitweise ein Durchfahrtsverbot vom oberen Weitzgrunder Weg durch das Nadelöhr an der Bushaltestelle, so dass die Autos, die beispielsweise von der Tagesstätte des Kinderfördervereins „Wir“ kommen, in die Straße der Jugend abbiegen mussten. Das ist seit einiger Zeit nicht mehr zwingend nötig, könnte aber nach Aussage des Bauamtsleiters beantragt werden. Dank der fehlendern Einbahnstraßenvorschrift dürfen zudem Autos wenden, wenn sie zum Beispiel unmittelbar vor der Grund- oder Oberschule e die Kinder abgesetzt haben. Sie müssen dann nicht in die Straße der Jugend geführt werden.

Schülerlotsen nicht gewünscht

Wenig Zuspruch fand der Vorschlag von Hendik Hänig (SPD). Der Ausschussvorsitzende hatte angeregt, „Schülerlotsen“ zu schulen. Personal aus der Schule oder von der Polizei komme dafür wohl eher nicht in Frage. Dass mit den Kindern und Jugendlichen womöglich Selbsthilfe organisiert wird, könne an Versicherungsfragen scheitern, mutmaßten die Abgeordneten.

Von René Gaffron

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