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Bad Belzig: Interessent für den Burgkeller

Exklusiver Veranstaltungsort Bad Belzig: Interessent für den Burgkeller

Der Verein „Kulturland Fläming“ will den Keller der Burg Eisenhardt langfristig kostenfrei mieten. Er ist ohnehin regelmäßig Nutzer der Kulturstätte auf der Burg und kann sie laut Selbsteinschätzung effektiver betreiben. Um das Inventar zu erneuern, wird eine Entgelterhöhung für andere Nutzer nicht ausbleiben.

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Partyzeit im Keller von Burg Eisenhardt: Solche Event soll es auch in Zukunft geben.

Quelle: Foto: Maz/archiv

Bad Belzig. Der Verein „Kulturland Fläming“ will den Keller der Burg Eisenhardt langfristig kostenfrei mieten. Er ist ohnehin regelmäßig und häufig Nutzer der Kulturstätte und wäre nach Einschätzung von Frank Grünert besser in der Lage, das Domizil zu bewirtschaften als es die Verwaltung derzeit könne. Der städtische Ausschuss für Bau- und Planung, Wirtschaft und Finanzen steht dem Ansinnen positiv gegenüber. Der detaillierte Vertragsentwurf soll dann zur Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung vorliegen.

Zur Erinnerung: 1998 war das frisch sanierte Gewölbe von der Kur- und Freizeit-GmbH auf dem Wahrzeichen von Bad Belzig seiner Bestimmung übergeben worden. 60 bis 80 Veranstaltungen im Jahr gingen anfangs über die Bühne. Mit veränderten Konzepten haben später René Hackbart und Mario Lindenborn die Lokalität betrieben, weil das städtische Unternehmen sich nur noch auf das Kerngeschäft in der Stein-Therme konzentrieren sollte. Doch für die Privaten hat es sich der Aufwand bei Publikumsrückgang und erhöhten Auflagen ebenfalls augenscheinlich nicht mehr gelohnt. Dabei wären ihnen laut Ausschreibung ebenso jegliche Grundmiete erlassen und nur die Betriebskosten in Rechnung gestellt worden.

Gegründet vor 15 Jahren

Der Verein Kulturland Fläming ist im Jahre 2001 gegründet worden. Sein Vorsitzender ist Christian Hartung.

Hauptsächlich geht es um die Förderung des kultureller Aktivitäten in Bad Belzig und Umgebung; insbesondere um die Theaterszene.

So werden das Jugendtheater „Strumpfhose“ als Arbeitsgemeinschaft der Krause-Tschetschog-Oberschule sowie das Stadt- und Burgtheater um Frank Grünert unterstützt.

Beim Neujahrsempfang der Kur- und Kreisstadt sind die Enthusiasten nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Produktion „Die Olsenbande knackt Bad Belzig“ gerade mit dem Förderpreis ausgezeichnet worden.

Mehr über den Verein im Internet unter http://theater.bad-belzig.eu

Immerhin ist der Burgkeller nach wie vor beliebt. Seit 2012 wird er tageweise sowohl an gemeinnützige, mithin an gewerbliche oder private Interessenten direkt vergeben. Die punktuelle Nachfrage scheint also gegeben. Finanziell geht das Geschäft fast auf. Die Kommune hat 2015 etwa 5100 Euro erlöst. wie es in der Vorlage für die Stadtverordneten heißt. Die Verbrauchskosten liegen den Angaben zufolge bei 6300 Euro, die in Zukunft vom Verein Kulturland Fläming erwirtschaftet werden müssten.

Deshalb hat Regisseur Frank Grünert angekündigt, dass es auf jeden Fall jedem weiter möglich sein soll, den Burgkeller für Veranstaltungen, Privat- oder Vereinsfeiern zu nutzen. Aktuell werden zwischen 75 Euro (nur Vorraum) und 175 (volle gewerbliche Nutzung) fällig. Zur Kostendeckung braucht es nach Einschätzung des Kulturvereins eine transparente und moderate Erhöhung der Entgelte, „damit der Verein nicht auf Kosten sitzen bleibt, die andere verursachen.“ Denn langfristig soll in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Gruppen und Initiativen die Infrastruktur am Veranstaltungsort verbessert werden. Frank Grünert denkt nur an Austausch und Ergänzung der in Jahre gekommenen Ausstattung sowie auf korrekte Haushaltsführung im doppelten Sinne.

Neben der expliziten Abrechnung für Strom- und Wasserverbrauch, was bislang nur pauschal der Fall sei, meint das mithin die Kontrolle der genutzten Inventars. „So hat es beispielsweise Riesen-Trödel gegeben. als einmal die Einsätze der Spülmaschine fehlten und diese an einem Abend mit viel Publikum nicht zur Verfügung stand“, erinnert sich der Kulturunternehmer. „Viel später fanden sich die Gitterboxen im Stuhllager wieder.“

Von René Gaffron

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