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Kleine Narren feiern Kinderfasching

Wildes Treiben in Bad Belzig Kleine Narren feiern Kinderfasching

In der Albert-Baur-Halle war die Hölle los. Gut und gerne 400 Mädchen und Jungen feierten am Samstag ausgelassen den Kinderfasching des Belziger Karnevals-Verein. Die Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr.

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Das rappelt es im Karton: Tanz der Bad Belziger Prinzengarde in der Albert-Baur-Halle.

Quelle: Tobias Potratz

Bad Belzig. Was für ein bunter Ansturm. Viele kleine Musketiere, Elfen, Ninjas, Cowboys und Bienen stapfen am frühen Samstagnachmittag flink und unbeirrt durch den hohen Schnee am Weitzgrunder Weg. Diese weiße Pracht verwandelt sich langsam in eine modrige Matschlandschaft. „Nimm die Beine hoch!“, ruft eine Mutter ihrem kleinen laufenden Insekt zu. Doch die lautlachende Rasselbande schert sich nicht um Schnee und schon gar nicht um verzweifelte Zurufe. Ihre nassen Füße kennen nur ein Ziel: die Albert-Baur-Halle. Dort soll in wenigen Minuten der ersehnte Kinderfasching des Belziger Karnevalsvereins steigen.

Drinnen angekommen, heißt es nur noch Schuhe abtreten und rein ins Vergnügen. Für die nächsten Stunden regiert hier die närrische Zukunft. Das Prinzenpaar ist plötzlich wesentlich jünger als gewohnt und im Elferrat sitzen während des Programms nicht, wie sonst üblich, wohlgeformte ältere Herren mit Karnevalskappe, sondern orangensaftschlürfende Grundschüler, die sich freuen, mal von der Bühne auf das närrische Volk schauen zu dürfen.

Sie sehen eine tanzende Menge, die klatscht, tanzt und dafür sorgt, dass von Clown Olli geworfene Süßigkeiten keine Chance haben, den Boden zu berühren. Mittendrin sitzt Vereinspräsident Andreas Burdag, der das Amt 2011 von seinem Vater Hans übernommen hat und nun das wilde Treiben in aller Ruhe beobachtet. „Der Kinderfasching wird von Jahr zu Jahr größer. Vor einigen Jahren waren wir noch in einem kleineren Raum in der Tanzschule. Jetzt sind wir in der großen Halle“, sagt Burdag und deutet in Richtung Bühne. Nur wenige der 400 Plätze bleiben an diesem Nachmittag leer. „Häufig bringen die Vereinsmitglieder ihre Kinder hierher, aber es kommt vor allem auch sogenanntes frisches Blut rein und das freut mich sehr“, sagt Burdag.

Das „frische Blut“ hört auf die Namen Püppies, Fünkchen, Teuflische Engel und Prinzengarde. Es sind vor allem die jungen Tanzgruppen, die das Programm bestimmen und die immer wieder für staunende Blicke in den Zuschauerreihen sorgen.

„Für uns ist es eine Mischung aus Aufregung und Elan. Man braucht viel Ausdauer“, sagt Celina Friedrich kurz vor dem Auftritt ihrer Prinzengarde. Die Zwölfjährige aus Reetz tanzt seit mehr als drei Jahren in der Truppe mit und ergänzt mit frechem Lächeln: „Es ist auch kein Ende in Sicht“. Wenige Minuten später schon begeistert Celina das bunte Publikum mit ihrer Prinzengarde. Während die Tanzklassiker von Helene Fischer durch die Lautsprecher schallen, schmeißen die Tänzerinnen ihre Beine so hoch, dass wohl selbst ein Orthopäde atemlos werden würde. Doch keine Angst: Am Ende marschieren die jungen Tänzerinnen gesund und munter von der Bühne.

Von Tobias Potratz

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