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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Klinik gegen Reformpläne
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Klinik gegen Reformpläne
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02:17 26.09.2015
Gestern Mittag: Protest am Krankenhaus Bad Belzig Quelle: Uwe Klemens
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Bad Belzig

Die Belegschaft des Krankenhauses in der Kur- und Kreisstadt ist am Mittwoch zum ersten Mal für ihre Interessen auf die Straße gegangen. Etwa 35 Ärzte, Pflegekräfte und Angestellte des Klinikums „Ernst von Bergmann“ kamen in einer kleinen Kundgebung auf den Hof, um gegen den Entwurf des Krankenhaus-Gesetzes der Bundesregierung zu protestieren. Zur „aktiven Mittagspause“ versammelten sie sich vor dem Haupteingang. Von dort schickten sie schließlich rote Karten mit der Aufschrift „Krankenhausreform – so nicht“ an grünen Luftballons gen Himmel.

„Wir wollen, dass die bedarfs- und qualitätsgerechte Versorgung der Patienten gesichert ist“, sagte Beate Zandtke. „Aber ohne, dass die Kollegen dafür die eigene Gesundheit gefährden müssen“, so die Betriebsratsvorsitzende. Im MAZ-Gespräch brachte sie zum Ausdruck, wie knapp die Kapazitäten für das 250-köpfige Kollegium jetzt schon sei. Mehr Betreuung ob der zunehmend älteren Patienten, mehr Aufgaben bei der Dokumentation und immer knappere Personalbemessungen fordern ihren Tribut, wie sie sagt. „Das bleibt niemandem verborgen“, ahnt Beate Zandtke.

Zuschläge schon wieder auf der Streichliste

Diese Gefahr wird in der Geschäftsführung offenbar ähnlich eingeschätzt. Deren Chef befürchtet einen Sanierungsstau wegen fehlender Investitionsmittel. Darüber hinaus kritisiert Steffen Grebner, dass die gerade erst erkämpften 0,8-prozentigen Versorgungszuschläge und die Ausdehnung des Mehrleistungsabschlages auf fünf Jahre schon wieder auf der Streichliste stehen.

„Deshalb bin ich froh, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen“, sagte Stefanie Krampitz. Die hiesige kaufmännische Chefin erklärte, dass die Auswirkung der geplanten Reform im Detail noch nicht klar sei. Aber vor allem kleine Einrichtungen der Grundversorgung wie Bad Belzig würden benachteiligt, während spezialisierte große Häuser stellenweise profitieren könnten.

Kein Echo

Die Beschäftigten in der Kur- und Kreisstadt sowie an den weiteren Standorten des Potsdamer Klinik-Konzerns reihten sich in eine bundesweite Aktion ein. Etwa 10.000 Teilnehmer wurden am Mittwoch parallel bei der Hauptkundgebung am Brandenburger Tor in Berlin gezählt, während die Initiative im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen und in der zum Oberlinhaus zählenden Reha-Klinik „Hoher Fläming“ kein Echo fand.

Indes kann weiter eine Petition an den Bundestag unterstützt werden. Die Forderung der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft nach einer besseren Personalausstattung in den Krankenhäusern kann wahlweise im Internet oder mit einer Eintragung in die vielerorts ausliegenden Listen unterstützt werden.

Von René Gaffron

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