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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Linke schicken Eckhoff ins Rennen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Linke schicken Eckhoff ins Rennen
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00:18 20.02.2016
“Gestalten statt Verwalten“ ist das Motto des Linken-Bürgermeisterkandidaten Jan Eckhoff. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Der Linken-Ortsverein Bad Belzig hat Jan Eckhoff nominiert, im September als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Außer dem 29-Jährigen hatte sich niemand zur Wahl gestellt. Bei der Gesamtmitgliederversammlung am Dienstag gab es neben 14 Ja- und zwei Nein-Stimmen auch drei Enthaltungen.

Sein Motto für die kommende Bürgermeisterwahl sei „Gestalten statt Verwalten“, sagte Eckhoff. Denn Bad Belzig habe mehr verdient, als nur verwaltet zu werden. Vier Punkte, die er sich für die Wahl auf die Fahne geschrieben hat, stellte der Kreisvorsitzende der Linken Potsdam-Mittelmark am Dienstag bereits vor.

Wohnraum schaffen und Mobilität verbessern

Die Wohnungssituation in der Stadt müsse verbessert werden, sagte Eckhoff. Der Wohnraum sei knapp – besonders für Menschen mit einem geringen Einkommen. „Wenn wir diese Menschen in unserer Stadt halten wollen, dann muss es auch kleine, bezahlbare Wohnungen mit 20 oder 30 Quadratmetern geben“, sagte der Bad Belziger. Nur so könnten beispielsweise auch junge Menschen in der Region bleiben und trotzdem selbstbestimmt leben.

Eine eigene Wohnung allein nütze jedoch nicht viel. Auch Mobilität sei in diesem Zusammenhang wichtig, erklärte Eckhoff weiter. „Wer bleiben soll, muss wegkommen können“, nannte er als Leitspruch. Statt Arbeitsplätzen in der Stadt, müsse vor allem die Erreichbarkeit von Arbeit außerhalb gesichert werden. „Denn wir werden auf Dauer nicht so viele Arbeitsplätze schaffen können, wie benötigt werden“, sagte Eckhoff. „Das kann meiner Meinung nach kein Kandidat seriös versprechen.“

„Die Menschen müssen mitmachen und mitentscheiden können“

Als dritten Punkt auf seiner Agenda nannte der Linken-Politiker das Miteinander in der Stadt. Das Zusammenleben zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen müsse gefördert werden. „Wir müssen das, was die Menschen von außerhalb mitbringen, auch anerkennen können“, sagte Eckhoff. Und weiter: „Wir können nur voran kommen, wenn wir alle Menschen mitnehmen.“

Mit 17 Jahren zu den Linken

Jan Eckhoff ist seit zwölf Jahren Mitglied der Linkspartei und seit zweieinhalb Jahren Kreisvorsitzender in Potsdam-Mittelmark.

Aktuell ist der Bad Belziger außerdem noch Delegierter des Landesparteitags.

19 Ortsverbände hat die Linke in Potsdam-Mittelmark derzeit.

Mitnehmen will Eckhoff die Bürger der Stadt auch, wenn es um das Thema Transparenz geht – „die Menschen müssen mitmachen und mitentscheiden können“, sagte er. Nicht nur, dass die jetzige Bürgermeisterin keine Sprechstunde anbiete. Auch die Idee, einen Bürgerhaushalt einzuführen, werde seit Jahren boykottiert. „Es muss nachvollziehbar sein, wie Diskussionen der Stadt geführt werden und warum sie zu welchem Ergebnis kommen“, schloss Eckhoff.

Wahl am 25. September 2016

Sein Programm sei bewusst noch nicht fertig gestaltet – „der Prozess der Erstellung soll ein aktives Angebot für Vereine und Institutionen der Stadt werden“, erklärte der gelernte Erzieher und studierte Psychologe. Er wolle so nicht nur ein fertiges Stück Papier präsentieren, das man gut finden könne oder nicht. Vielmehr wünsche er sich, dass sich viele Menschen in die verschiedenen Themenbereiche des Programms einbringen, sagte Eckhoff.

Die Bürgermeisterwahl in Bad Belzig findet am 25. September 2016 statt. Neben Jan Eckhoff wird auch Hendrik Hänig von der SPD ins Rennen gehen. Der Vorsitzende des Bad Belziger Ortsvereins war vergangene Woche als Kandidat nominiert worden.

Von Josephine Mühln

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