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Bad Belzig: Penny zieht sich zurück

Einkaufszentrum am Busbahnhof vor Umgestaltung Bad Belzig: Penny zieht sich zurück

Die Penny-Filiale am Busbahnhof in Bad Belzig wird im Herbst geschlossen. Die Handelskette zieht sich nach 25 Jahren aus der Stadt zurück. Dafür wird sich der benachbarte Edeka-Markt ausdehnen. Erste Pläne sind jetzt den Lokalpolitikern vorgestellt worden.

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Der Edeka-Markt am Busbahnhof unter Führung von Michael Wipfli soll ausgebaut werden.

Quelle: Foto: Rene Gaffron

Bad Belzig. Das Einkaufszentrum am Busbahnhof der Stadt Bad Belzig steht vor erheblichen Veränderungen.

Im Oktober wird dort die Penny-Filiale geschlossen. Das hat die in Großbeeren ansässige Regionalleitung der Kette auf MAZ-Anfrage bestätigt. „Das Domizil ist mit einer Verkaufsfläche von knapp 500 Quadratmetern zu klein, um das aktuelle Konzept in voller Breite darzustellen“, erklärt Anja Schwerdtfeger. Zum Vergleich: Die Märkte heutzutage verfügen nach Angaben der Unternehmenssprecherin über mindestens 800 Quadratmeter.

Zum Glück kein Leerstand

Sogar doppelt so groß kommt in Zukunft das Edeka-Geschäft daher, das sich buchstäblich ausdehnen wird. Die Immobiliengesellschaft des Unternehmens wird demnach das einst von der Langenbahn-KG bebaute Areal erwerben und den Komplex umgestalten. Das hat Markus Schwer jetzt im städtischen Ausschuss für Bau und Planung, Wirtschaft und Finanzen angekündigt. Das Gremium hat mit Einvernehmen reagiert. Gleichwohl die einst gelobte Symbiose mit dem Discounter nebenan verloren geht, sind die Stadtväter augenscheinlich froh, dass anders als nach dem Wegzug von Aldi in der Brücker Landstraße kein Leerstand zu beklagen sein wird.

Fast 50 Beschäftigte

Michael Wipfli ist 38 Jahre alt. Als gelernter Kaufmann im Einzelhandel führt er die beiden Edeka-Märkte in Bad Belzig.

Seit dem Jahre 2005 war er bereits Geschäftsführer, zu Beginn des vergangenen Jahres ist er selbst Betreiber geworden.

In beiden Märkten sind fast 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Filiale im Klinkengrund bleibt bestehen. Wipfli will sie zum Nachbarschaftsmarkt umprofilieren. Demzufolge wird die Fleisch- und Wurstwaren-Abteilung ab September nur noch in Selbstbedienung geführt.

So ist vielmehr vorgesehen, das bisherige Penny-Gebäude abzureißen. Dann soll die Edeka-Erweiterung von 960 auf 1600 Quadratmeter erfolgen – direkt ohne den Tunnel, der bislang beide Märkte trennt. Der am Rande gewonnene Platz wird genutzt, um eine Verbindung der Parkplätze vorn und hinten zu schaffen. An dieser Front soll schließlich der neue Eingang entstehen. Geht es nach der Einschätzung von Christoph Grund kann das Vorhaben ohne Bebauungsplan realisiert werden. Der städtische Fachamtsleiter ist sich mit den Parlamentariern einig.

Frische-Angebot rückt in den Fokus

Michael Wipfli hat erklärt, dass er darin seinen Beitrag zur Stärkung von Bad Belzig als Mittelzentrum sieht. Zu Kosten der Investition gibt es weder von ihm als Betreiber noch von der Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Minden als Bauherrin eine Aussage. Zurückhaltend geben sich die Beteiligten in der frühen Planungsphase mithin den Termin der Eröffnung betreffend. „Die bauliche Fertigstellung ist 2017 geplant“, sagt Alexandra Antonatus.

Wie die Unternehmenssprecherin betont, soll dann das Frische-Angebot noch mehr in den Fokus gerückt werden. Dazu gehört, dass die Bedienungstheken großzügiger gestaltet werden, es wird mehr Platz für vegane, vegetarische und Bio-Produkte geben. Mithin werden Arbeits- und Ausbildungsplätze in Aussicht gestellt.

Derweil sind zunächst einmal fünf Mitarbeiter von der Schließung des bisherigen Nachbarn betroffen. Wegen der eingeschränkten Mobilität gebe es lediglich für ein Duo davon eine Perspektive an einem anderen Standort, hat Anja Schwerdtfeger berichtet.

Der Penny-Rückzug hat durchaus historische Dimension für den Hohen Fläming. Vor 25 Jahren war der Discounter der erste große Lebensmittelmarkt, der sich seinerzeit in der damaligen „GST-Schule“, dem heutigen Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung (Zegg), angesiedelt hatte. Der Umzug an die Weitzgrunder Straße erfolgte 1994.

Von René Gaffron

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