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Rechtsextreme bleiben unter sich

Polizei hält NPD und Gegendemonstranten auf Abstand Rechtsextreme bleiben unter sich

„Bad Belzig – solidarisch statt rassistisch“ stand auf einem Transparent, das am Sonnabend aus dem Fenster des Büros von Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) hing. Eine Aussage der Kur- und Kreisstadt Bad Belzig gegen 15 NPD-Demonstranten. Etwa drei- bis viermal so viele Leute kamen zur Gegendemo am Samstag.

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Gegendemonstranten am Bad Belziger Markt.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig. Das war nicht nur das Motto des Protestes gegen den neuerlichen Aufzug von Rechtsextremen im Zentrum der Kur- und Kreisstadt. Neben dem Banner des Lokalen Aktionsplanes für den Hohen Fläming mit der Losung „Kompetenz fördern – Toleranz stärken“ bildete es zudem die Kulisse für die Präsenz des NPD-Kreisverbandes Havel-Nuthe. Er hatte sich dieses Mal den Platz an der Stolpe-Linde zuweisen lassen. Doch dort blieben die etwa 15 Teilnehmer weitgehend unter sich.

Drei- bis viermal so viele Gegendemonstranten waren dem Aufruf des Forums gegen Rechtsextremismus und Gewalt gefolgt und bezogen vor der Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ihre Position. Der Verein, der unter anderem das Info-Café „Der Winkel“ betreibt, hatte gefordert, den fremdenfeindlichen Parolen keinen Raum zu bieten. Dass die Reaktion – ungeachtet der Kurzfristigkeit und Temperaturen von minus zehn Grad Celsius – so eindeutig war, freute die Organisatoren um Benjamin Stamer. Einmal mehr haben ihre Sympathisanten mit Sprechchören, Trillerpfeifen und Glockengeläut die ausländerfeindlichen Ansprachen gekontert.

Eine davon hat Sebastian Schmidtke gehalten. Er ist Vorsitzender des NPD-Landesverbandes Berlin und hat dort maßgeblich versucht, Stimmung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtbezirk Hellersdorf anzufachen. Ähnlich ist die Strategie hierzulande, wo gegen die geplante Sanierung des Übergangswohnheimes am Weitzgrunder Weg polemisiert wird. Diesmal mit noch aggressiverer Wortwahl als bei den jüngsten drei Auftritten der Rechtsextremen in Bad Belzig. Dessen ungeachtet hatte die wieder mit zahlreichen Kräften und Fahrzeugen anwesende Polizei keinen Grund, einzuschreiten und hielt die Fronten ohne viel Mühe für die 90 Minuten der Veranstaltung auf Abstand.

Ein phantasievolles Zeichen für ein Miteinander erhofft sich Hannelore Klabunde vom Treffen des Forums in einem Monat. Die Verwaltungschefin will dann Vorschläge erörtern, wie ein Bekenntnis zur Vielfalt aussehen könnte.

Von René Gaffron

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