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Bad Belzig: Rainer Letz erhält IRU-Diplom

Auszeichnung für Busfahrer Bad Belzig: Rainer Letz erhält IRU-Diplom

Angetrieben vom Fernweh hat sich Rainer Letz einst seinen Berufswunsch als Kraftfahrer erfüllt. Mehr als 30 Jahre steuert er nun Busse vor allem zwischen Bad Belzig und Potsdam, aber auch im Ausland, über die Straßen. Für die Leistung erhielt er jetzt das Diplom des Internationalen Verbandes der Busunternehmen (IRU). Die Ehre wird bundesweit nur 23 Kollegen zuteil.

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Glückwunsch für Rainer Letz: Ulrich Mehlmann (links) überreicht IRU-Diplom und Orden.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig. Hin und wieder brauchte es ein paar kleine Umwege. Doch die Richtung stimmte immer. So ist es wohl nicht verwunderlich, dass Rainer Letz am Freitagvormittag das Diplom des Internationalen Verbandes der Omnibusunternehmen entgegen nehmen konnte. Bundesweit wird es in diesem Jahr lediglich an 23 Kollegen verliehen. Überhaupt zum ersten Mal ist ein Busfahrer aus dem Land Brandenburg damit bedacht worden.

Entsprechend groß war der Bahnhof, als der 63-Jährige bei Dienstschluss den Hof der Verkehrsgesellschaft Belzig ansteuerte. Unter anderem der märkische Verbandspräsident Ulrich Mehlmann, Günter Baaske (SPD) für die Landesregierung Brandenburg und Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) überraschten ihn mit Orden, Urkunde und Blumensträußen.

Es war der offenkundig verdiente Lohn für ein fast erfülltes Berufsleben. Denn, um die Auszeichnung zu erhalten, musste der Kraftfahrer nicht nur mehr als eine Million Kilometer unfallfrei fahren, davon mindestens 15 Jahre im In- und Ausland; sondern auch die mehr als 40-jährige Betriebszugehörigkeit überzeugte die Qualitätswächter, dem Vorschlag des Unternehmens zu folgen.

Rainer Letz hat zwar ursprünglich Schlosser gelernt, wollte aber immer auf den Bock und die weite Welt kennen lernen. Zunächst erfüllte er sich beim Kraftverkehr den Traum. Doch als die DDR sich während der Ölkrise den teuren Sprit nicht mehr leisten konnte, sattelte er um. Seither lenkt der gebürtige Belziger stets sicher und meist pünktlich Busse über die Straßen im Hohen Fläming und darüber hinaus. Vor allem die Linie 580 nach Potsdam und zurück ist seit den 80er-Jahren seine Tour. „Da habe ich schon einige Bäume wachsen sehen“, sagt er.

Das einschneidendster Erlebnis war für ihn der Fahrzeugwechsel vom Ikarus zum Mercedes nach der politischen Wende, wie Rainer Letz berichtet. „Die Technik wird ja immer besser“, lobt er und räumt dennoch ein, dass es fast täglich trotzdem knifflige Situationen im Straßenverkehr gibt. Dass keine Routine aufkommt, dafür sorgen obendrein die Passagiere, wie der Busfahrer mit einigen Anekdoten belegen kann. Damit ihm so etwas künftig nicht entgeht, hat der künftige Ruheständler bereits bei Firmenchef Hans-Jürgen Hennig angeboten, von Zeit zu Zeit auszuhelfen.

Von René Gaffron

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