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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Schuldenabbau nur schrittweise
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Schuldenabbau nur schrittweise
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00:23 30.12.2015
Bewog-Chef Udo Kunze müht sich um Gesundung des kommunallen Wohnungsunternehmens. Quelle: Uwe Klemens
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Bad Belzig

Das Schicksal der Belziger Wohnungsgesellschaft (Bewog) liegt nach wie vor in den Händen ihrer Gläubiger. Immerhin hat das städtische Tochterunternehmen eine 2004 mit ihnen abgeschlossene Sanierungsvereinbarung erfolgreich erfüllt. Das hat Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung berichtet.

Wie die Bürgermeisterin erklärte, ist damit der bis kurz nach der Jahrtausendwende angehäufte Schuldenberg von mehr als 14,5 Millionen Euro auf etwa 11,5 Millionen Euro reduziert worden worden. Damals hatte die Gesellschaft nach der Sanierung der Plattenbauten im Wohngebiet Klinkengrund unter anderem die Erschließung der Kurparksiedlung, samt Hausneubau, geleistet und sich dabei in vielerlei übernommen. Pfusch am Bau, der inzwischen in der Regel repariert worden ist, hat die Bewog seinerzeit im Wortsinne in wirtschaftliche Schieflage gebracht.

Verwaltungssitz an Stadtwerke verkauft

Zwischenzeitlich bestand sogar Insolvenzgefahr. Unter anderem musste die Verwaltung in den Klinkengrund ziehen. Der Verkauf des Domizils in der Mauerstraße an die Stadtwerke-GmbH spülte damals dringend benötigtes Geld in die Wohnungswirtschaft.

Fast 1300 Mieter

Die Kommunale Wohnungsverwaltung (KWV) ist 1963 gebildet worden. 1992 ist daraus die Belziger Wohnungsgesellschaft als eines von drei Tochterunternehmen der Kur- und Kreisstadt entstanden.

Knapp 1300 Mietwohnungen sind ihr Eigentum. Etwa 250 davon befinden sich in der Kurparksiedlung. Außerdem werden 260 Wohnungen anderer Besitzer verwaltet.

Seit 2005 ist Udo Kunze (58 Jahre) der Geschäftsführer des Unternehmens. Herbert Grüneberg aus Lütte ist Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Gleichwohl die Gesundung laut Geschäftsführung positiver als geplant verläuft, sieht das Stadtoberhaupt keine Chance, dass die Kreditbelastung voll umfänglich zu tragen sind. Deshalb sind es insbesondere die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und die Stadt Bad Belzig, die mit ihren Rangrücktrittserklärungen die Gesellschaft am Leben halten. Die Stadtväter ihrerseits haben das Vorgehen für die nächsten zehn Jahre so gebilligt. Wobei es sich bei dem von der Kommune ausgereichten 1,5-Millionen-Euro-Darlehen letztlich um eine Zuwendung aus dem märkischen Innenministerium handelt, dessen Einverständnis mit der Regelung noch aussteht.

Bisher keine Fördermittel für Fahrstühle

Derweil Udo Kunze die Entwicklung mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge betrachtet. Einerseits herrscht derzeit nämlich steigende Nachfrage nach Wohnraum. Ohnehin mit Leerstandsquoten von konstant weniger als zwei Prozent gesegnet, kann der Bewog-Chef darauf hoffen, dass die finanzielle Belastung weiter abgetragen wird. Anderseits liegt es auf der Hand, dass die Quartiere trotzdem zeitgemäß nachgerüstet werden müssen. Heizungen, Fahrstühle und Balkone sind die fälligen Investitionen, damit die Wohnungen langfristig vermietet werden können. Alle Fördermittelanträge dazu wurden bislang abgelehnt. Da kommt es nicht von ungefähr, dass die Rathauschefin mehr denn je auf die Geldinstitute setzt. „Wenn die Bewog in den Händen der Banken bleibt, werden sie ihr Eigentum nicht preis geben“, hofft sie.

Von René Gaffron

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