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Bad Belzig: Spieltunnel, wo Stasi-Lada parkten

Schulhofgestaltung Bad Belzig: Spieltunnel, wo Stasi-Lada parkten

Die Freie Schule Fläming hat den Hof umgestaltet. Unter anderem wurde die graue Betontristesse von Garagen und Schuppen beseitigt. Ausgerechnet dort, wo einst die Dienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit ihren Sitz hatte, ist jetzt ein Ort des Lernens etabliert. Kletterhügel und Tunnel auf dem Hof inklusive.

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Der neu gestaltete Hof der Freien Schule Fläming.

Quelle: privat

Bad Belzig. „Wir schaffen Raum für Viele(s)“ – unter diesem Motto sind Lehrer, Eltern und Schüler der Freien Schule Fläming im Frühjahr zusammen gekommen. Denn die Bildungsstätte hat sich entwickelt, die Klassen eins bis sechs mit je acht Schülern sind voll und räumlich war damit die Kapazitätsgrenze fast erreicht.

Dorothee Bornath hat einen Prozess moderiert von der Formulierung von Mängeln bis zu neuen Möglichkeiten der Gestaltung. Vor allem wurde mehr Spielfläche gewünscht: Grün, Klettermöglichkeiten und Naschwände. Und ein großer Raum für Versammlungen. Mit den Wünschen ist dann eine Baugruppe gestartet, die schließlich den aktuellen Entwurf entwickelt hat, ehe seit den Sommerferien losgelegt werden konnte. Mehr als 300 Quadratmeter alte Schuppen, Garagen und Betonflächen wurden unter anderem von Andreas Bardou sowie von der Firma Dähne und Lucke abgerissen entsorgt.

Auf dem Areal parkten einst die Stasi-Lada. Denn bis 1989 war das Gebäude die Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit, ehe nach der politischen Wende dann die Volkshoch- und Musikschule sowie seit 2009 nun die Freie Schule Fläming einen Ort des Lernens entwickelt haben.

Auf dem Hof konnte nach Plänen von Gartenbauingenieur Jürgen Pflaum ein Spielhügel mit Tunnel entstehen, die Erweiterung des Schulgartens erfolgen, Platz für Reckstangen und Fußballwiese kam hinzu. Der Sandkasten wurde erweitert, Beetflächen angelegt, eine Terrasse gebaut und der Unterbau für eine Jurte als Versammlungsraum vorbereitet. Viele Helfer waren während der Sommerferien beteiligt.

„Ohne die Mitarbeit von weiteren Partnerfirmen, aber auch Eltern und Kindern wäre diese großartige Umsetzung nicht möglich gewesen“, sagt Beate Lerch. Nicht von ungefähr haben alle dem Moment der Freigabe entgegen gefiebert, nachdem nun alles angewachsen ist, grünt und blüht, berichtet die Direktorin. „Wo vorher Betontristesse war, denkt man nun ans Auenland“, resümiert die Schulleiterin.Die Kinder haben das Gelände jedenfalls begeistert angenommen.

Von René Gaffron

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