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Bad Belzig: Verdienstkreuz für Wolfgang Mundil

Schiedsmann gewürdigt Bad Belzig: Verdienstkreuz für Wolfgang Mundil

Wolfgang Mundil aus Bad Belzig ist ab sofort Träger der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik. Er hat sie am Wochenende für seine jahrelange Arbeit als Schiedsmannn und Schöffe überreicht bekommen. Justizminister Helmut Markov (die Linke) nahm die Ehrung vor – in Kleinmachnow

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Ehre, wem Ehre gebührt: Wolfgang Mundil aus Bad Belzig.

Quelle: Foto: Maria Strauß

Bad Belzig. Wolfgang Mundil ist ab sofort Träger der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik. Er hat sie am Wochenende für seine jahrelange Arbeit als Schiedsmannn und Schöffe überreicht bekommen. Die Ehrung des 69-Jährigen nahm Helmuth Markov (Die Linke) vor. Der Justizminister des Landes Brandenburg nutzte am Sonnabend Vormittag eine Zusammenkunft der Schiedsleute in Kleinmachnow, wo für die Teilnehmer im Anschluss eine Fortbildung auf dem Programm stand.

500 Streitschlichter in den märkischen Kommunen

Der ehemalige Chef des städtischen Bauhofes leitet seit fast 25 Jahren die Schiedsstelle in der Kur- und Kreisstadt und ist darüber hinaus als Schöffe am Amtsgericht Brandenburg/Havel tätig. „Die Auszeichnung ist wirklich verdient und nötigt mir Respekt ab“, lobte Helmuth Markov den Schiedsmann der ersten Stunde in der Mark. 1992 war er von der hiesigen Verwaltungsspitze gefragt worden, ob er für das Ehrenamt kandidieren würde. Damals hatte kaum jemand eine Ahnung von den Aufgaben, die es zu erfüllen galt, räumt er heutzutage ein.

Inzwischen haben sich etwa 500 Schiedsleute in 280 Städten und Gemeinden etabliert. „Schlichten statt richten“ lautet allerorten ihr Motto, was bei geeigneten Verfahrenen den Beteiligten an einer Auseinandersetzung vor allem Zeit, Geld und Nerven sparen kann. Sie alle schloss der Minister in die Laudatio mit ein. „Während die Fußball-Schiedsrichter im Profigeschäft bald bei Unsicherheiten den Videobeweis heranziehen dürfen, ist die Arbeit als Schiedsmann in der außergerichtlichen Streitschlichtung und als Schöffe geprägt von der Auseinandersetzung mit den eigenen Zweifeln, von selbstlosem Einsatz im Dienste des Rechts und des Rechtsfriedens“, resümiert er. „Dabei gibt es für das Engagement eigentlich genügend andere Möglichkeiten, um sich nicht mit zerstrittenen Nachbarn und Straftätern auseinandersetzen zu müssen.“

Überreicht im Namen des Bundespräsidenten

Die Medaille – meist als Bundesverdienstkreuz bezeichnet -ist im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen worden, heißt es in einer Mitteilung. Ehefrau Ingrid und die Kinder waren beim Zeremoniell im Kleinmachnower NH-Hotel mit dabei.

Von René Gaffron

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