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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Weihnachten für Flüchtlinge
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig: Weihnachten für Flüchtlinge
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16:45 18.12.2015
Wichtiger noch als das Zugreifen waren das Gespräch und das miteinander lachen. Quelle: Uwe Klemens
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Bad Belzig

So köstliche Kekse hat Anja Hartung bisher nur selten gebacken. Am Mittwoch hatte sie zusammen mit Achmed Aldarweesh und seinem Freund Omar Alyousef sowie ihrem Mann und ihren Töchtern daheim in Fredersdorf die süßen Köstlichkeiten zubereitet. Einen Tag später durfte in der Bad Belziger Albert-Baur-Halle jeder davon kosten.

Denn unter der Überschrift „Belzig is(s)t bunt“ hatte das Belziger Forum Flüchtlinge und Einheimische zu einem adventlichen Beisammensein eingeladen. So bunt die Kreationen des syrischen Bäckers Achmed auch waren, das Miteinander der Menschen mehrerer Nationen war noch bunter.

Belziger Sprachengewirr

Bei Kerzenschein und Glühweinduft spielte die zwar immer noch unübersehbare, aber mit gutem Willen und Kreativität überwindbare Sprachbarriere schnell keine Rolle mehr. Was mit Händen und Mimik nicht gesagt werden konnte, verrieten die Augen. Auch das Übersetzer-Programm auf dem Smartphone erwies sich mehr als einmal als nützlich. Überall an den langen Tischen hatten die etwa 70 Besucher schon bald ihre Köpfe zusammengesteckt, um sich bei dieser Gelegenheit Fotos und Videos ihrer Familien und Freunde und ihres Zuhauses zu zeigen.

Kennenlernen geht auch durch den Magen

„Weihnachten erschien uns als guter Anlass, alle mal wieder an einen gemeinsamen Tisch zu bringen“, sagte Organisator Banjamin Stamer, der den ganzen Tag über mit freiwilligen Helfern der Begegnungsstätte „Klinke 1“ und des Infocafés „Der Winkel“ in der Küche gestanden hatte, um Gulasch und vegane Kost vorzubereiten. „Sich kennen zu lernen geht eben manchmal auch durch den Magen. Wenn dazu noch der Kulturaspekt kommt, den Weihnachten hat, kann das Ganze eine runde Sache werden.“Als die Stühle an den Tischen im Vereinsraum der Baur-Halle knapp wurden, fiel ihm trotzdem ein Stein vom Herzen.

Blick in die fröhlich-besinnliche Runde

Nicht nur Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) und Pfarrer Martin Gestrich gehörten zur Schar der Gäste, sondern auch Ronald Häber. Mit Weihnachtsliedern zum Zuhören und Mitsingen hatte es sich der Bad Belziger Gitarrist nicht nehmen lassen, das Fest musikalisch zu begleiten. Den Text verstehen konnten die meisten der Flüchtlinge zwar nicht. Eine Ahnung, was Weihnachten für ihre deutschen Gastgeber bedeutet, hatten sie beim Blick in die fröhlich-besinnliche Runde aber ganz sicher. „Hätten sich damals nicht Menschen aus Afrika und Asien auf den Weg gemacht dem Morgenstern zu folgen und das Jesuskind zu beschenken, gäbe es heute gar kein Weihnachten“, schlug Gestrich den Bogen zu den Menschenströmen der heutigen Zeit.

„So klingt es, wenn man bei uns in Syrien festliche Musik macht“, sagte später Moustafa Alfares und zeigte ein Handyvideo von seinem Geigen spielenden Sohn. Den Herzenswunsch, ihn endlich auch wieder in die Arme schließen zu können, kann er sich auch zum Weihnachtsfest nicht erfüllen. „Der Rest meine Familie lebt jetzt als Flüchtlinge in der Türkei.“

Von Uwe Klemens

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