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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig beantragt Fördergeld
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig beantragt Fördergeld
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00:25 21.10.2015
Die Kunsteisbahn ist gut gepflegt, dennoch muss sie modernisiert werden. Quelle: michael greulich
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Bad Belzig

Noch herrscht trübes Herbstwetter im Hohen Fläming. Doch wenn Väterchen Frost im Hohen Fläming einzieht, wird die Kunsteisbahn an der Martin-Luther-Straße wieder ihre Pforten öffnen. Das hat Heinz Friese jüngst im städtischen Sportausschuss angekündigt.

Womöglich aber ist die 20. Saison die letzte der exklusiven Freizeitstätte in der Kur- und Kreisstadt. Denn neben allgemeinem Reparatur- und Nachrüstungsbedarf müsste vor allem eine Umstellung der Kältetechnik erfolgen. Allein dafür werden Kosten von 170 000 Euro kalkuliert, die aber derzeit nicht aus dem kommunalen Etat gedeckt werden könnten. Das Ozon schädliche Kältemittel R 22 darf laut Vorschrift der Europäischen Union aber nicht mehr genutzt werden. Insofern würde eine Havarie dessen die sofortige Schließung der Kunsteisbahn bedeuten, wie Hauptamtsleiter mehrfach bestätigt hat.

Dach soll vor Sonne und Regen schützen

Um die Nutzung der Anlage effektiver zu gestalten, wären noch mehr Investitionen notwendig. Unter anderem eine Dachkonstruktion, die vor Regen und Sonne schützt, steht zur Diskussion. Alles in allem könnte die Ertüchtigung mit bis zu 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Damit käme das Vorhaben jedoch für eine Förderung aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur“. des Bundesumweltministeriums in Frage. Darüber hat Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) jetzt die Stadtverordnetenversammlung – nach Hinweis aus dem Bürgerbüro des Wahlkreisabgeordneten im Landtag Brandenburg, Günter Baaske (SPD), – informiert. Die Bürgermeisterin ist vom Parlament prompt beauftragt worden, fristgerecht die Antragsunterlagen einzureichen.

Alte Schule schon zweimal nicht berücksichtig

Das gilt nicht minder für die geplante Umgestaltung der ehemaligen Geschwister-Scholl-Grundschule. Das Gebäude am Busbahnhof der Kur- und Kreisstadt beherbergt die Studiobühne des Jugendtheaters „Strumpfhose“ sowie Werkstatträume und Lager des Vereins für Arbeit und Leben. Weder die früher geplante Umnutzung als Kurmittelhaus noch die zuletzt in Rede stehende Herrichtung als soziokulturelles Zentrum – wie von Architektin Katrin Richel vorgeschlagen – ist bisher gelungen. Denn das fast 100 Jahre alte Haus liegt nicht im Sanierungsgebiet Historische Altstadt und hat ebenfalls keine Förderaussicht im Programm „Soziale Stadt“, das auf den Klinkengrund beschränkt bleibt. Gerade einmal 100 000 Euro konnten dieses Jahr – dank Unterstützung vom Kreistag Potsdam-Mittelmark – für die Verbesserung des Brandschutzes ausgegeben werden. Doch womöglich kann insbesondere die energetische Aufrüstung nun aus der Quelle gespeist werden. Nach Einschätzung der Bauverwaltung ist der Investitionsbedarf mit etwa 2,2 Millionen Euro zu beziffern.

Kurze Frist

Die Antragsphase ist kurz. Die Interessenbekundung muss bis Ende Oktober erfolgen. Die Projektunterlagen sind am 13. November beim Bundesministerium vorzulegen.

Eigentlich gilt eine Eigenbeteiligung von 55 Prozent als Voraussetzung. Für finanzschwache Kommunen kann die Absenkung auf zehn Prozent erfolgen. Nur unter der Maßgabe will sich Bad Belzig um die Förderung bewerben.

Keine Chance hätte die Sanierung des Fredersdorfer Freibades. Vorhaben zwischen einer und vier Millionen Euro sind gesucht, so das Rathaus.

Von René Gaffron

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