Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark „Bad Belzig ist nicht Peripherie“
Lokales Potsdam-Mittelmark „Bad Belzig ist nicht Peripherie“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 21.06.2017
Der Parteitag des SPD-Unterbezirks tagte am Sonnabend in Bad Belzig. Quelle: René Gaffron
Anzeige
Bad Belzig

„Bad Belzig ist nicht Peripherie“, sagt Wolfgang Blasig (SPD). Geht es nach dem Landrat, werden immer mehr Menschen entdecken, dass sie mit dem Zug binnen einer Stunde von dort mitten in Berlin sein können. Wenn ihnen Bauland und Wohnraum sowie eine attraktive soziale Infrastruktur geboten werden könne, sieht er Chanchen für verstärkte Ansiedlung von jungen Familien. Doch viele Städte und Gemeinden südlich von Beelitz seien mit den Herausforderungen jedoch beispielsweise durch ihre prekäre Haushaltslage schon jetzt überfordert. „Da muss über das bestehende Kreisentwicklungsbudget hinaus geholfen werden“, so der Verwaltungschef. Knapp eine Million Euro werden nächstes Jahr für die armen Kommunen am Rande ausgegeben.

Der Parteitag des SPD-Unterbezirks Potsdam-Mittelmark am Sonnabend Vormittag im Technologie- und Gründerzentrum „Fläming“ war Anlass für Wolfgang Blasig, eine erste Bilanz nach seiner Wiederwahl im vergangenen Herbst zu ziehen. Keine 100 Tage dauert es mehr bis zum nächsten Urnengang, der hierzulande noch Bürgermeisterwahlen in Teltow und Treuenbrietzen mit sich bringt. Doch nur beim Auftritt von Manja Schüle, die in Potsdam und Umland das Direktmandat für den Bundestag erringen will, kam diese Stimmung kurz auf. Erardo Rautenberg, der zwischen Jüterbog und Rathenow die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier sichern soll, hatte sich eigens wegen Wahlkampfterminen entschuldigt.

Steigende Zahl der Mitglieder

Der SPD-Unterbezirk Potsdam-Mittelmark hat gegenwärtig 750 Mitglieder – 15 mehr als vor drei Jahren

Unter den 18 Ortsvereinen ist Kleinmachnow der größte: 142. Im Amt Ziesar gibt es nur sieben Genossen.

Geht das Amt Beetzsee ans Havelland verloren, fehlen dem Ortsverein Kloster Lehnin drei von 36 Genossen

Derweil sich die Genossen vier Stunden für programmatische Diskussionen gönnten. Nicht nur weil Susanne Melior, die Europaabgeordnete aus Michendorf vor Ort war, ging es um den fairen Welthandel; die Reduzierung des Personalschlüssels bei der Betreuung von Hortkindern in der Mark sowie den Stau an der Potsdamer Zeppelinstraße, den möglichen Wechsel des Amtes Beetzsee ins Havelland sowie die Gesamtschule im Süden.

„Nicht beschließen können wir, dass Bad Belzig die Kreisstadt bleibt“, sagte indes Robert Dambon zu einem weiteren Initiativantrag. „Das ist so – und wir sind damit zufrieden“, so der aus Werder/Havel stammende Kreisparteichef. Mithin wird die gerade beginnende Diskussion um die optimale Verteilung der Verwaltungsstandorte wohl noch einige Kontroversen bereit halten, wie zu spüren war. Der Landrat geht es nach eigenem Bekunden mit einer gewissen Gelassenheit an. „Wir müssen das gut vorbereiten“, räumt er ein. „Was passieren kann, wenn nicht richtig geplant wird, kann nicht weit entfernt von hier betrachtet werden.“ Die Dauerbaustelle Flughafen BER dürfte gemeint gewesen sein.

Von René Gaffron

Eine Amokfahrt mit hohem Sachschaden hat ein Mann Samstagnacht in Potsdam-Mittelmark verübt, der schließlich von Polizisten gestoppt werden konnte. Der 63-Jährige hatte mit seinem Renault zwei Fahrzeuge in Hohenlobbese gerammt und schließlich in Buckau ein entgegenkommendes Wohnmobil. Der Mann kam in die Asklepios-Klinik.

18.06.2017

Große Wiedersehensfreude in Schwabeck: In dem Treuenbrietzener Gemeindeteil wurden am Wochenende 44 gute Freunde aus Bayern begrüßt. In 27 Jahren gab es 14 Treffen der Partnerorte Niederschönenfeld-Feldheim in Bayern und Feldheim-Schwabeck in Brandenburg. Dabei geht es längst nicht nur um Geselligkeit.

18.06.2017

Sechs Bad Belziger Grundschüler gastierten am Wochenende mit einem selbst erarbeiteten Theaterstück in der Studiobühne. Begeisterte Verwandte und viel Applaus des Publikums in zwei Aufführungen waren der Lohn für eine intensive Vorbereitung der sechs Mädchen aus den fünften und sechsten Klassen.

18.06.2017
Anzeige