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Bad Belzig radelt dem Regen davon

Mittelmark Bad Belzig radelt dem Regen davon

137 Teilnehmer sind am Wochenende bei der Regine-Hildebrandt-Tour gestartet. Das Wetter am Vormittag hat jedoch für einige Lücken im Teilnehmerfeld gesorgt. Doch am Ziel in Fredersdorf sorgte nicht nur die Sonne für gute Laune.

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Gute Laune trotz des schlechten Wetters: die Teilnehmer der Regine Hildebrandt-Tour an der Bockwindmühle Borne.
 

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig.  Rund 80 Augenpaare mehr als üblich richteten sich diesmal auf die jungen Männer in Fredersdorf, als sie die Pfingstmaie in die Höhe hievten. Unter dem Kommando von Joachim Muschert wurde der Baum erfolgreich gerichtet, was den Einheimischen einigen Respekt einbrachte. Auf dem Anger herrschte Sonnabend nachmittag nämlich zusätzlich buntes Treiben, denn der 370-Einwohner-Ort war Ziel der Regine-Hildebrandt-Tour. Beim Blick nach oben konnten deren Teilnehmer sogar noch ein paar Sonnenstrahlen erhaschen.

Längst nicht alle hatten sich das tagsüber wohl vorstellen können. Zwar starteten 137 Pedalritter vom Marktplatz in Bad Belzig mit bester Laune . Doch schon kurz bevor sie Lübnitz erreichten, öffnete Petrus die Schleusen.

Jörg Hildebrandt wieder im Peleton

Selbst nach dem verlängerten Verpflegungsstopp auf dem Gasthof von Werner Sternberg in Borne hielt der Regen an und einige Radler von der Weiterfahrt ab. Das restliche Peleton machte sich indes auf den Weg nach Süden – Jörg Hildebrandt inkluisve. Der 77-Jährige hatte wie viele einen Regenumhang im Gepäck. Dabei war es unter den neun Auflagen der Veranstaltung erst die zweite, die mit Wetterunbilden zu kämpfen hatte.

Schon vorab war die Organisation eine kleine Herausforderung. Denn da der Hohe Fläming derzeit von Straßenbaustellen und Umleitungen gezeichnet ist, mussten Günter Baaske (SPD) und seine Mitstreiter erst einmal eine passende 60-Kilometer-Runde finden. Der hiesige Wahlkreisabgeordnete im Landtag Brandenburg hat die Radtour der „Mutter Courage” des Ostens gewidmet, um ihre Verdienste vor Ort in den Fokus zu rücken — beispielsweise erinnerte er diesmal an die umfangreiche Arbeitsförderung im Bau des Freizeit- und Erlebnisbades Bad Belzig sowie die legendäre Rutschpartie der Ministerin auf der gelben 55-Meter-Rutsche bei der Eröffnung.

Weiteste Anreise aus München

Für die Velo-Enthusiasten wurde es immerhin ab der Mittagsrast auf der Buchholzer Festwiese trocken. Dort wurden einmal mehr die Pokale verteilt: Katrin Hagendorf, ursprünglich aus Benken, und ihr Freund Michael Mutzbauer bekamen einmal mehr die Trophäe für die längste Anreise (aus München); Karl Böhm aus Dahnsdorf war mit 86 Jahren der älteste Teilnehmer. Als Jüngster wurde Mattis Görm geehrt, dessen Familie immerhin aus Havelberg angereist war. Die Fläming-Königin Elisa Schadow aus Luckenwalde bei ihrem ersten Auftritt seit der Krönung, unterstützt von der Majestät 2013/14 Andrea Wesnick, rahmten das Siegerzeremoniell dekorativ ein. Auf der Piste war das die Aufgabe von je zwei Streifenwagen und Motorrädern der Polizei. Zum Glück nur einmal gefordert waren die Sanitäter vom Rotkreuz-Regionalverband ob eines Ausrutschers auf nasser Piste.

Die restliche Runde via Kranepuhl und Baitz war dann – wiederum anders als von den Meteorologen prognostiziert – trocken. Vor dem Hintergrund hielt es manchen noch etwas länger als geplant am reichhaltigen Kuchenbuffet in Fredersdorf. Und Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) ließ sich nach der Runde nicht lumpen und stemmte die Pfingstmaie mit.

Von René Gaffron

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