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Potsdam-Mittelmark Bad Belzig trauert um Peter Kiep
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig trauert um Peter Kiep
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17:52 04.10.2013
Quelle: Michael Greulich
Bad Belzig

Ihr Ehemann wäre am 9. Januar 70 Jahre alt geworden. Er hinterlässt zwei erwachsene Töchter. Allesamt haben bereits große Anteilnahme erfahren.

Tiefe Betroffenheit bekundete Hannelore Klabunde (parteilos). "Wir haben 20 Jahre lang zusammen gearbeitet. Dabei stand er mit gutem Rat zur Seite", sagte die Bürgermeisterin. Mithin weiß sie um die Verdienste ihres Vorgängers für die Entwicklung Bad Belzigs und seine besondere Verbundenheit zu den Einwohnern.

Aus deren Mitte heraus war er 1990 Stadtoberhaupt geworden. Zwar hatte sich der gelernte Rundfunkmechaniker bis dahin als "unpolitisch" eingestuft. Weil aber vielseitig interessiert und engagiert, wollte er sich in der Zeit des politischen Umbruchs für den Erhalt des kulturellen Lebens einsetzen. Bekannt wie der sprichwörtlich bunte Hund holte Peter Kiep als Parteiloser auf der SPD-Liste bei der ersten freien Kommunalwahl ein überwältigendes Ergebnis. Von den Sozialdemokraten einerseits gedrängt, bei der Deutschen Post andererseits mit fehlender Perspektive übernahm er die Führung der Stadtverwaltung, die seinerzeit in einer Baracke an der Bahnhofstraße ihr Dasein fristete.

Als einer der Väter der Burgfestwoche, die in diesem Jahr ihre 50.Auflage erlebt hat, bereits in der Chronik seiner Heimatstadt verewigt, konnte Peter Kiep schließlich als Lokalpolitiker weitere Akzente setzen. Die Übernahme des städtischen Wahrzeichens, der Burg Eisenhardt, in kommunales Eigentum; Altstadtsanierung, inklusive Rathaus-Neubau; Sanierung des Plattenbaugebietes Klinkengrund und der Neustart des Reha-Klinikums "Hoher Fläming" gehören zu den ersten Verdiensten. Mithin hatte sich Peter Kiep seinerzeit für den Erhalt des Verwaltungssitzes des neuen Landkreises Potsdam-Mittelmark an historischer Stätte in der Nie-möllerstraße verwendet. Als der Titel des prädikatisierten Thermalsoleheilbades 2010 offiziell verliehen worden ist, war er nicht mehr im Amt. Wohl aber wusste jeder, dass vor allem Peter Kiep in der Kurortentwicklung ein Potenzial für seinen Heimatort gesehen hat.

Unter anderem mit der Mitgliedschaft in 17 Vereinen sowie dank der zahllosen Freundschaften, die er beispielsweise in der Partnergemeinde Ritterhude pflegte, behielt sich Peter Kiep stets eine gewisse Bodenständigkeit, für die ihn viele Weggefährten schätzten.

Nicht zuletzt Günter Baaske (SPD). "Sein Tod ist ein großer Verlust für die Stadt", sagte der 54-Jährige über seinen Mitstreiter. Immerhin habe dessen mit Optimismus gepaarte Aufrichtigkeit zu großer Akzeptanz in der Bevölkerung geführt, wie die stetige Bestätigung bei Wahlen gezeigt hatte. Ferner bleibt Peter Kiep dem aus Belzig stammenden Minister auch als einer der fröhlichsten Bürgermeister der Mark in Erinnerung.

Von René Gaffron

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