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Bad Belzig Amtsposse dauert an: Verlierer will klagen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Amtsposse dauert an: Verlierer will klagen
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18:57 11.01.2017
Hartmut Grams (51) will gegen die Wahl klagen. Quelle: Privat
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Brück

Die baldige Ernennung von Marko Köhler zum Amtsdirektor ist nun doch noch nicht sicher. Zwar ist der Gömnigker am Montagabend gewählt worden. Allerdings hat Hartmut Grams, einer der unterlegenen Mitbewerber, Widerspruch gegen das Prozedere eingelegt und eine Klage angekündigt.

Der 51-jährige Anwalt aus Potsdam fordert eine neue Ausschreibung und will noch einmal seinen Hut in den Ring werfen. In seinem Einwand legt Grams dar, dass Marko Köhler die nötige Qualifikation fehle. Seiner Erkenntnis nach sei die Wahl abgesprochen gewesen, der Ausgang habe schon festgestanden. „Eine vertretbare Personalauswahl würde ich akzeptieren. Bisherige Erkenntnisse legen hingegen nahe, dass der Amtsausschuss aufgrund nicht rechtmäßiger, sondern sachwidrig und aufgrund willkürlicher Kriterien entschieden hat“, meint Grams. Köhler sei objektiv fachlich nicht oder kaum und jedenfalls weit weniger geeignet als andere Mitbewerber, schreibt Grams.

Wahlgewinner Marko Köhler aus Gömnigk. Quelle: Andreas Koska

Neben Köhler gerät auch Lars Fähling, der bei der Wahl knapp unterlag, ins Visier des Anwalts. Auch Fähling fehle die notwendige Qualifikation. Das macht Grams im Wesentlichen an Fählings Jugend fest. „Er verfügt über keine bis kaum relevante Berufserfahrung und hat anlässlich der Vorstellungsrunde mit seinen vagen und teilweise realitätsfernen Aussagen nicht überzeugt. Er ist offensichtlich nicht gleichermaßen geeignet“, heißt es in Grams’ Einspruch, den er der MAZ gesandt hat.

Er selbst sei der beste Bewerber gewesen und bringe die beste Qualifikation für das Amt mit. „Es ist zu bezweifeln, dass auch nur einer der Mitbewerber insoweit mithalten könnte.“ Dabei verweist er darauf, dass er ausgebildeter Verwaltungsbeamter sei, im gehobenen Dienst der Berliner Innenverwaltung tätig war, für Potsdam gewirkt hätte, Dozent an Verwaltungshochschulen ist und beim Land Berlin als Verwaltungsjurist tätig sei.

Offiziell ist der Widerspruch bisher weder beim Amtsausschussvorsitzendem Ulf Dingelstaedt noch in der Verwaltung eingegangen. Zwei Wochen beträgt die Frist dafür. „Ein Widerspruch zur Wahl des Amtsdirektors muss beim Vorsitzenden des Amtsausschusses eingehen. Ein solcher liegt mir nicht vor“, betont Ulf Dingelstaedt auf Nachfrage.

Die Auszählung der Stimmen am Montagabend. Quelle: Andreas Koska

„Es gibt eine E-Mail mit einer Vorankündigung“, bestätigt Lars Nissen auf MAZ-Anfrage. Der amtierende Amtsdirektor ist sich sicher, dass der Verwaltungsjurist Grams den formalen Weg kennt, den er nehmen muss, wenn das Prozedere angefochten wird.

Falls tatsächlich die so genannte Konkurrentenklage erhoben wird, kann Marko Köhler nicht als Verwaltungschef ernannt werden. Dann wird das Bewerbungsverfahren vom Verwaltungsgericht geprüft. Bis zu dessen Entscheidung ruht das Verfahren.

Seit Mai 2016 versucht man in Brück, den Chefposten der Verwaltung zu besetzen. Seit September ist er verwaist, weil Christian Großmann auf den Posten des Ersten Beigeordneten im Rathaus von Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) gewechselt war. Erst wenige Monate zuvor war er zum Brücker Amtsdirektor gewählt worden. Damals war Marko Köhler knapp unterlegen und hatte Widerspruch eingelegt, es gab mehrere Verfahren.

Von Andreas Koska

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