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Bad Belzig Angler in Cammer enttäuscht
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Angler in Cammer enttäuscht
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15:12 28.08.2016
Angeln und Baden sind eigentlich nicht erlaubt – doch der Balaton beim Cammer ist verlockend Quelle: Andreas Koska
Cammer

Der Wunsch des Angelvereins, den Teich am Galgenberg zu übernehmen, ist in weite Ferne gerückt. Weil vor Ort die Hausaufgaben nicht erledigt werden.

Die im Volksmund allgemein nur „Balaton“ genannte ehemalige Kiesgrube ist vor 15 Jahren mit Unterstützung der Naturschutzbehörde zu einem Amphibien-Laichgewässer ausgebaut worden. Am Rande die Stadt Brück eine Aufforstungsfläche erworben, die umzäunt ist. Inzwischen gibt es dennoch reichlich Besuch von Badegästen. Sowohl die Dorfbewohner als auch Nachbarn aus der sonst wasserarmen Gegend nutzen die Gelegenheit zur Erfrischung. Hunde- und Pferdebesitzer gewähren dort ihren Vierbeinern ein kühlende Labung.

Klare Ansage am Ufer. Quelle: Andreas Koska

Das alles ist eigentlich verboten, ebenso wie die privaten Strandfeste an so manchem Sommerabend. „Das Gelände droht zu einer Party-Location zu werden“, beklagte Bürgermeister Ulf Dingelstaedt. „Das Gelände ist eingezäunt, also jegliches Betreten verboten“, bestätigt die Verwaltung der Gemeindevertretung Planebruch. Gleichwohl ist die Kommune in der Pflicht. Denn der Teich und der Weg dorthin gehören ihr. Dür die Ahndung der Verstöße die untere Forstbehörde zuständig, die bisher nicht eingegriffen habe, wie es mit Bedauern hieß.

Seit 55 Jahren

Der Anglerverein ist am 24. Mai 1961 gegründet worden. Er zählt mehr als 50 Mitglieder.

Die Petrijünger um Ralf Gutschmidt verstehen sich als Naturschutzverein.

Die Hege und Pflege der Pachtgewässer am so genannten Malbusen (Schöpfwerk Freienthal) sowie die Plane zischen Freienthal und Golzow sind ihre Hauptaufgabe.

Bei Rundgängen der Hand voll Fischereiaufseher wird stets auf Ordnung und Sauberkeit geachtet sowie unbefugtes Angelnd dort unterbunden,

Unabhängig davon haben die Petrijünger festgestellt, dass der Fischbesatz enorm ist. Der Laich wird nicht nur durch Vögel eingetragen, auch Teichbesitzer entsorgen oft überzählige Fische von ihren privaten Gewässern. So wurden zuletzt 230 Hechte, dazu Aale und einige Welse an Land geholt. Von Amphibienlaich keine Spur, denn die hungrigen Fische verzehren alles, was essbar ist. Deshalb hatte der örtliche Angelverein angeboten, einmalig den 1,3 Hektar großen Teich abzufischen und in Zukunft die Pflege zu übernehmen.

Idylle in der Zauche: der umstrittene Teich bei Cammer. Quelle: Andreas Koska

Das Landesamt für Umwelt hat sogar nach einer eingehenden Prüfung eine Nutzungsänderung in Aussicht gestellt. Darin wird die Genehmigung der einmaligen Befischung erteilt. Ferner sollten Schilder die das Baden und den Fischbesatz untersagen, aufgestellt werden. Von der Gemeinde Planebruch wurde lediglich eine Stellungnahme zum Entwurf des Bescheids erbeten.

Das Parlament sah sich aber in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause nicht n der Lage und lehnte jegliche Äußerung dazu ab. Nun kann es passieren, dass alles beim Alten bleibt oder dass das Landesamt den Bescheid ohne mögliche Änderungen durch die Kommune erlässt. Ob unter den Voraussetzung die Angler bereit sind, ihr unter die Arme zu greifen, bleibt abzuwarten.

Von Andreas Koska

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