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Bad Belzig Arbeitslosenquote erneut gesunken
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Arbeitslosenquote erneut gesunken
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15:12 02.07.2018
Marko Wilke ist Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Bad Belzig. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Die Arbeitslosenquote im Hohen Fläming ist im Juni erneut gesunken und liegt jetzt bei 6,7 Prozent. „Das ist eine beeindruckende Zahl und ein rundum positives Ergebnis. Mehr kann man nicht erwarten“, sagt Marko Wilke, Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Bad Belzig. Aktuell sind damit noch 1397 Menschen arbeitslos – das sind 22 weniger als zuletzt im Mai.

„Weder der späte Winter noch der zeitige Sommer konnten der Konjunktur etwas anhaben“, freut sich Wilke. „Das deutet auf eine gewisse Stabilität hin.“ Die Schließung des Drahtwerks in Wiesenburg im Juli wirke sich auf die aktuelle Statistik noch nicht aus. Wegen der Kündigungsfrist würden die daraus resultierenden Arbeitslosen erst Ende des Jahres in den Zahlen auftauchen, erklärt Wilke.

Höchststand an offenen Stellen

„Aber natürlich wird sich die Unternehmensschließung auswirken. Ich glaube dennoch, dass wir für die Betroffenen schnell wieder eine Anstellung finden werden – wenn auch in anderen Orten.“ Es werde natürlich versucht, die Menschen gegebenenfalls bei der Umorientierung zu unterstützen. Im Juni waren 347 Arbeitsstellen offen – das sei der bisher höchste Stand, den die Bad Belziger Geschäftsstelle je verzeichnet habe.

Auch das neue Ausbildungsjahr steht bereits in den Startlöchern. Die Arbeitsagentur Potsdam verzeichnet aktuell noch 3692 offene Ausbildungsstellen – auf die 2766 Bewerber kommen. „Wer jetzt noch keine Stelle hat, sollte sich also noch mal bewerben und kann sich gerne an unsere Geschäftsstelle oder ans Jobcenter wenden“, appelliert Marko Wilke. „Es sind in fast allen Bereich noch Stellen da.“

Ausbildung zum Mechatroniker ist gefragt

Bei den Mädchen seien Stellen im Verkauf und im Restaurantfach gefragt, bei den Jungs stünden der Kfz-Mechatroniker und der Mediengestalter hoch im Kurs. „Was konkret heißt: Die Jungs wollen Spiele programmieren – aber da ist schlicht der Bedarf nicht gegeben“, sagt Wilke. „Und beim Mechatroniker steht leider vielen ein schlechtes Zeugnis im Weg.“

Weniger gefragt seien die Ausbildungen zum Beispiel zum Friseur oder zum Koch. „Die Auszubildenden fragen heutzutage auch vermehrt: Wie attraktiv ist der Arbeitgeber? Welche Möglichkeiten räumt er mir ein? Wie ist die Arbeit bezahlt?“, erläutert Marco Wilke. „Auch die Erreichbarkeit spielt eine Rolle. Betriebe in Gewerbegebieten haben es zum Beispiel oft schwer – wer frisch von der Schule kommt, kann ja auch noch nicht Auto fahren.“

Kindergeld wird weiter gezahlt

Marco Wilke weist außerdem darauf hin, dass sich die Jugendlichen, die jetzt von der Schule abgehen und im Herbst ihre Ausbildung beginnen, nicht arbeitslos melden müssen, um weiter Kindergeld zu bekommen. Das werde bis zu vier Monate weitergezahlt – es müsse der Kindergeldstelle nur mitgeteilt werden.

>>> Lesen Sie auch: Fast keine Hoffnung mehr für die Drahtzieher in Brielow und Wiesenburg

Von Josephine Mühln

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