Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bad Belzig Auf Schusters Rappen von Kirche zu Kirche
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Auf Schusters Rappen von Kirche zu Kirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 19.04.2018
Die Wandergruppe "Albert Baur St. Marien" und der Verein "Evangelische Sportarbeit Berlin-Brandenburg" haben zu einer frühlingshaften Wanderung ab Schwanebeck eingeladen. Quelle: Christiane Sommer
Schwanebeck

„Der Bus wird gleich kommen“, sagt der Lütter Klaus Pomp und schaut auf die Uhr. Pünktlich auf die Minute hält das Fahrzeug der Verkehrsgesellschaft kurze Zeit später an der Haltestelle in Schwanebeck. Eine Reihe von Fahrgästen steigt gut gelaunt aus und gesellt sich zu den in der Haltestelle wartenden. Alle tragen wetterfeste Kleidung und Rucksäcke. Sie haben den 270 Seelen-Ort zum Startpunkt einer frühlingshaften Wanderung auserkoren.

„Die WandergruppeAlbert Baur St. Marien’ und der Verein ’Evangelische Sportarbeit Berlin-Brandenburg’ haben dazu eingeladen“, erklärt der 74-Jährige weiter. Vor der 20-köpfigen Gruppe liegt eine zehn Kilometer lange Tour, die sie zugleich zu vier Dorfkirchen führen wird. „Pfarrerin Dorothea Sitzler-Osing gibt uns einen geistlichen Impuls mit auf den Weg“, so Pomp.

Früher regelmäßig zu Passionswanderung aufgebrochen

Zu diesem Zeitpunkt wartet die Pfarrerin in der Dorfkirche bereits auf die Gruppe. Das mittelalterliche Gotteshaus ist von der Wandergruppe, die nach der Ankunft des Busses um einen weiteren Kopf wächst, schnell erreicht. „Fünf Kilometer hätte ich noch laufen können, zehn Kilometer schaff ich jedoch nicht mehr“, erklärt Johanna Rauchstein. Sie ist mit dem Auto gekommen und wird von Kirche zu Kirche fahren. „Die Gemeinschaft der Wandergruppe ist mir wichtig. Und die Gelegenheit, die Kirche anzusehen. Man kommt sonst doch nicht überall rein“, so die Bad Belziger Ruheständlerin. Voller Vorfreude ist auch Gabriele Schulz aus Bad Belzig. „Wir waren mit der Wandergruppe schon in vielen Kirchen – in Schwanebeck aber noch nie“, erzählt sie.

Nicht minder interessiert sind die Frauen und Männer aus Berlin, die mit Beginn des Frühlings ihre Stadtwanderungen minimieren und wieder vermehrt im Umland unterwegs sind. „Sonst sind wir immer zu einer Passionswanderung aufgebrochen“, erzählt Pomp. „Weil die Passionszeit zwischen Aschermittwoch und Ostern eine traurige Zeit ist und wettertechnisch immer Überraschungen bereit hält, haben wir uns entschieden, nach fünf Jahren mal etwas fröhliches zu machen.“ So entstand die Idee dieser Wanderung. „Ostern dauert schließlich bis Pfingsten“, ergänzt der Berliner Alfons Künstedt, der immer wieder gern mit der hiesigen Wandergruppe auf Tour geht.

Schätze der Dorfkirchen werden offenbart

Von Schwanebeck aus geht es nach Fredersdorf, Lütte und Dippmannsdorf. In den Kirchen, die „wie Sterne an der B 102 aufgereiht sind“, so Sitzler-Osing, wird jeweils inne gehalten. Die Wanderung wird dabei zur Entdeckungsreise, die Dorfkirchenschätze offenbart. Jedes Gemäuer schaut nicht nur anders aus, sondern trägt mit dem Altarbild auch eine andere Botschaft. Die Pfarrerin weist auf Details und Besonderheiten hin und lüftet dabei so manches Geheimnis. Wie das um die Kanzel in der Schwanebecker Kirche. Es heißt, dass sie an den Seiten die Bilder „Christus und die vier Evangelisten“ trägt. Doch sind mit Christus nur Markus, Lukas und Johannes zu entdecken. Wo ist Matthäus?

Die Pfarrerin weiß Antwort und erklärt, dass die Kanzel nach einer Renovierung an die Kirchenwand gerückt wurde. Weshalb der vierte Evangelist den Blicken der Betrachter verborgen bleibt.

Von Christiane Sommer

Der Kreis Potsdam-Mittelmark ist schuldenfrei und hat eine Millionen-Rücklage. Die Etatplanung für 2019/20 geht aber noch nicht auf. Dabei haben Politik und Verwaltung noch Wünsche.

19.04.2018

Roland Conrad lebt für die Geflügelzucht. Seit 20 Jahren widmet sich der Borner den Hühnern der Rasse „Zwerg-Rhodeländer“. Der Landesverband der Rassegeflügelzüchter für Berlin und Brandenburg hat seine Arbeit ausgezeichnet.

18.04.2018

Günter Baaske gibt wieder Unterricht. Der frühere Bildungsminister ist Vertretungslehrer an der Grundschule Dippmannsdorf. Wegen des Stundenausfalls stand er seinerzeit häufig in der Kritik.

14.04.2018