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August Wredows Stiftung wird 133 Jahre alt

Kunstschule stellt sich vor August Wredows Stiftung wird 133 Jahre alt

Für eine Woche steht jetzt die Wredowsche Zeichenschule im Mittelpunkt der Kunst. Am Montagabend wurde eine Wredow-Gesellschaft gegründet. Tobias Öchsle: „Um dem Ansinnen des Stifters August Julius Wredows gerecht zu werden, den Kunstsinn der Brandenburger zu beleben, gründen wir einen Verein.“ Gleichzeitig wolle man Wredow als Künstler bekannter machen.

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Kurator Detlef Karg mit einer von Wredow geschaffenen Plastik

Quelle: Jast

Brandenburg/H. Für eine Woche steht jetzt die Wredowsche Zeichenschule im Mittelpunkt der Kunst. Am Montagabend wurde die Wredow-Woche mit der Gründung einer Wredow-Gesellschaft eröffnet. Der Anlass: Die Stiftung der Zeichenschule versammelt 10 Mitglieder im Kuratorium. Der Kurator Detlef Karg und seine Stellvertreterin Dietlind Tiemann sind geborene Mitglieder. Vier Mitglieder werden durch den Verband bildender Künstler, zwei durch die IHK Potsdam und zwei von der Handwerkskammer ernannt.

Die Zehn arbeiten mit der Geschäftsführung und der künstlerischen Leitung Marian Wilhelm und Tobias Öchsle daran, das Erbe Wredows zu erhalten und das Stiftungvermögen, also Haus, Grundstück und Kunstsammlung zum Zwecke der „Vermittlung von Kunst“ zu verwalten. Tobias Öchsle: „Um dem Ansinnen des Stifters August Julius Wredows gerecht zu werden, den Kunstsinn der Brandenburger zu beleben, gründen wir einen Verein, um in symbolischer Gesellschaft Wredows den gedanklichen Austausch zur Kunst, mit jedem der diesen sucht, zu finden. Gleichzeitig wollen wir Wredow als bis heute geschätzten Künstler bekanntmachen.“

Die Zeichenschule ist auch 133 Jahre nach ihrer Gründung neben der Galerie Sonnensegel das Zentrum für künstlerische Bildung in der Stadt. Heute bietet die Zeichenschule eine moderne und systematische künstlerische Ausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Bis zum Wochenende dreht sich alles um Wredow: Heute wird die Außenstelle der Kunstschule in Plaue-Kirchmöser eröffnet. Die Schüler brauchen ab September nicht mehr ins Stadtzentrum, sondern finden im ehemaligen Rathaus in Plaue ein Kursangebot unter Leitung von Jessica Dörhöfer. Im September 2015 wurde die Wredow-Theaterschule gegründet, erzählt Öchsle. Aufgeteilt in Kinder- und Jugendtheaterschule sowie einem mobilen Kinderzirkus wurden sechs Kurse gestartet. Diese laufen nunmehr mit circa 150 Schülern. „Für unsere Theaterschüler bildet der Mittwoch den Höhepunkt des Jahres. In einer Szenencollage wird aufgeführt, was schauspielerisch sowie artistisch erlernt und geprobt wurde. In dem Stück „It‘s Showtime – Popstars, Aliens und andere Attraktionen“ treffen am 13. Juli um 19 Uhr Akrobaten, Clowns, Popsternchen in der Studiobühne aufeinander. Am Donnerstag um 15 Uhr wird dann die Jahresausstellung der Wredow-Kunstschüler eröffnet.

Wie gewohnt werden im ganzen Haus die Schülerarbeiten ausgestellt und der Julius-Preis an Helene Damaschke übergeben. Einen Höhepunkt der Woche hat sich Tobias Öchsle für Freitag vorbehalten. Um 14 Uhr veröffentlicht die Zeichenschule den ersten Band einer Schriftenreihe, in dem es um die Aufarbeitung der Geschichte der Wredow-Stiftung geht. Eine aufschlussreiche Geschichte die von den 1870 er Jahren bis in die heutige Zeit reicht. Detlef Karg und Wolfgang Rose werden über die Erarbeitung des Buches sprechen, bevor um 18 das Sommerfest beginnt.

Von Benno Rougk

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