Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bad Belzig B-Team-Tour hat Orte der Toleranz besucht
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig B-Team-Tour hat Orte der Toleranz besucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:04 21.06.2018
B-Team-Tour blickt auf die Arbeit und das Engagement von "Tolerantes Brandenburg" zurück und ist dabei auch zu Gast im „Trollberg“. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Die B-Team-Tour des Beratungsteams „Tolerantes Brandenburg“ hat in dieser Woche in Bad Belzig gestoppt. Zu Gast war die siebenköpfige Truppe in der Arbeiterwohlfahrt-Begegnungsstätte „Trollberg“ sowie im Infocafé „Der Winkel“.

Anliegen ist es, dass diese zweite Generation jene Einrichtungen besucht, die mit Hilfe der Vorgänger – hierzulande allen voran Frauke Postel – etabliert wurden und das Wirken für Integration und Demokratie vor Ort jeweils prägen.

Trollberg“-Zukunft weiter unklar

Dazu zählt auch der Kreativtreff „Trollberg“ in der Brücker Landstraße. „In unsere offenen Werkstätten kommen Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern, Menschen aus dem Seniorenheim oder Flüchtlinge“, erzählt Koordinatorin Corinna Reinbach. „Die Idee – beispielsweise beim Töpfern – ist: Wer schon länger dabei ist, betreut die Neuankömmlinge. So kommt der Austausch untereinander wie von selbst in Gang.“

Finanziert wird der „Trollberg“ maßgeblich aus dem Fonds der „Aktion Mensch“. Die dreijährige Unterstützung ist jedoch bis 31. Juli befristet. Wie berichtet, ist der Antrag für eine Folgefinanzierung über weitere zwei Jahre bereits gestellt. Die Perspektive sei nach wie vor ungeklärt, heißt es. Nach der Gesprächsrunde war das B-Team dann noch mal in einem Töpfer-Workshop praktisch gefragt, um die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen.

Rechte Szene der Stadt schwer greifbar

Florian Görner, Koordinator des Lokalen Aktionsplans „Hoher Fläming“ – das Bündnis setzt sich ebenfalls aktiv für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit ein – hat das B-Team schließlich ins Infocafé begleitet.

„Es ist eigentlich die zentrale Stelle gegen Rechtsextremismus in der Sstadt“, sagt er. Die rechte Szene sei in den 90er Jahren recht stark gewesen, habe sich aber mittlerweile verlagert – „in einen Grauzonenbereich. Sie ist schwer greifbar geworden.“ Zu dieser Zeit – in den 90ern – ist auch das Infocafé entstanden. Infolge der ebenfalls vom Mobilen Beratungsteam unterstützten Bürgerforen.

Dank „Tolerantes Brandenburg“ Gedenkstelle saniert

Das Café will den interkulturellen Dialog in der Stadt fördern. Die Angebote reichen von Länder- und Kulturabenden, die von Migranten oder Asylbewerbern aus den jeweiligen Kulturkreisen selbst gestaltet werden, über Schulprojekte bis zu Podiumsdiskussionen und Gesprächskreisen.

„Mit Fördermitteln von ’Tolerantes Brandenburg’ konnte der Gedenkplatz für Belaid Baylal saniert werden“, berichtet Sozialarbeiter Benjamin Stamer den Besuchern. „Das waren mehrere tausend Euro, die wir alleine nicht hätten stemmen können.“

Baylal starb vor 17 Jahren an den Spätfolgen eines rechtsextremistischen Übergriffs, der sich in den 90er Jahren in Bad Belzig ereignet hatte. Alljährlich erinnern Akteure des Infocafés und Bürger der Stadt daran.

Von Josephine Mühln

In der Nacht zum Mittwoch hat es in Borne eine Explosion gegeben. Unbekannte haben den Zigarettenautomaten gesprengt. Bei der MAZ ist dazu ein Schreiben eingegangen.

20.06.2018

Den Tag, an dem Lothar Petersohn erfahren hat, dass seine Tochter an ALS erkrankt ist, wird der 68-Jährige nie vergessen. Drei Jahre später starb Yvonne. Ihr Vater will für die Krankheit sensibilisieren.

20.06.2018

Bei der ewig dauernden Standortsuche für die neue Feuerwache Bad Belzig scheint ein Kompromiss gefunden. Anwohner und Feuerwehrleute tragen ihn mit. Doch müssten zahlreiche Bäume weichen.

19.06.2018