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Bad Belzig Bau des Radwegs an der Niemegker Straße startet
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Bau des Radwegs an der Niemegker Straße startet
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17:01 29.01.2019
An der Niemegker Straße in Bad Belzig werden Bäume für den neuen Radweg gefällt. Quelle: Ansgar Nehls
Bad Belzig

 Die Arbeiten für den neuen Radweg entlang der Niemegker Straße von Bad Belzig bis zur Einmündung in die Bundesstraße 102 bei Prußnitz haben begonnen. In einem ersten Schritt wurden 19 Bäume entlang der Kleingärten am stadtauswärts gesehen rechten Grünstreifen gefällt. „Für die gefällten Bäume werden als Ausgleich zwischen dem Radweg und der Straße eins zu eins neue Bäume gepflanzt“, sagt Timo Völker vom Bad Belziger Bauamt.

Die Arbeiten leiten damit den ersten Bauabschnitt ein, der bis zum Spätsommer des Jahres abgeschlossen sein soll. In diesem Rahmen wird der Radweg allerdings zunächst nur bis zur Straßenmeisterei kurz hinter der ersten Eisenbahnbrücke gebaut. Der Abschnitt war vorgezogen worden, weil es vor dem Start der weiteren geplanten Abschnitte noch immer Diskussionsbedarf gibt.

Zentrale Frage der Brückenunterführung noch immer ungelöst

Zentral ist hierbei die seit nun rund einem Jahr ungelöste Frage, wie der Radweg die zweite Brücke, die ehemals die Städtebahn über die Straße führte, passieren soll. Der Durchgang ist aktuell zu schmal, als dass der Radweg neben den Autos hindurchgeführt würden könnte. Ein geplanter Abriss der längst nicht mehr genutzten Brücke ist allerdings vom Landesamt für Denkmalschutz abgelehnt worden.

Die Brücke besitze eine qualitätvolle statische Gewölbekonstruktion der Bauzeit, die unter anderem eine Stützenfreiheit ermögliche, hatte der stellvertretende Direktor des Landesamtes für Denkmalschutz, Thomas Drachenberg als Begründung angeführt. „Denkmalfachliches Ziel ist es, diese ästhetische und technische Qualität zu erhalten und trotzdem zusätzliche Nutzungen – beispielsweise für einen sicheren Fahrradverkehr – zu erreichen“.

Einspruch der Kreisverwaltung beim Denkmalschutz ohne Ergebnis

Ein Einspruch der Kreisverwaltung gegen diese Sichtweise, den Landrat Wolfgang Blasig (SPD) schon vor einem Jahr ankündigte, hat bislang nicht zu einer Lösung des Problems geführt. Auch Gütetermine der beteiligten Behörden halfen nicht weiter. „Wir versuchen das Problem mit Verhandlungen zu lösen, können aber noch keinen neuen Stand vermelden“, sagte Landkreissprecher Kai-Uwe Schwinzert.

An der Niemegker Straße weichen die Bäume. Quelle: Ansgar Nehls

Bleibt es also beim Veto der Denkmalbehörde, gibt es für den Radweg eigentlich nur noch eine Option: Dann müsste an dem Bahndamm ein eigener Durchstich für die Fahrradfahrer angelegt werden. Der aber würde zu deutlichen Mehrkosten führen.

Deswegen wird aktuell schon überlegt, ob beim Bau des Radweges der noch ungeklärte Abschnitt unter der Brücke erst einmal ausgespart bleibt. Fahrradfahrer könnten dann nur bis an die Brücke heranfahren, müssten kurz auf die Straße wechseln um auf der anderen Seite auf dem Radweg weiterzufahren – eine erst einmal merkwürdig anmutende Lösung.

Fördermittel hängen von Radweg ab

Der Grund für diese Überlegungen hängt vor allem mit der Förderung des Straßenbauprojektes zusammen. Denn 75 Prozent der bislang rund 2,72 Millionen Euro, die die gesamte Erneuerung der Niemegker Straße kostet, soll der Landesbetrieb für Straßenwesen bezahlen. Der allerdings machte einen überörtlich bedeutenden Radweg bis zur B102 zur Bedingung für seine Fördergelder.

Würde das Radweg-Projekt an der Brückenfrage scheitern, müsste also auch die Förderung neu verhandelt werden. Und das würde ein sowieso schon kompliziertes Projekt noch komplizierter machen.

Von Ansgar Nehls

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