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Bad Belzig Bad Belzig: Ex-Keimzeit-Drummer Leisegang neuer Bürgermeister
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10:52 10.10.2016
Wenn Roland Leisegang das neue Amt einmal schmerzen sollte: Anja Hartung überreicht ihm heilende Präparate. Quelle: Dirk Fröhlich
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Bad Belzig

Roland Leisegang wird der nächste Bürgermeister der Kur- und Kreisstadt. Der parteilose Bewerber aus Lütte hat am Sonntag die Stichwahl deutlich für sich entschieden. Er erhielt das Vertrauen von 65,3 Prozent der Wähler. Hendrik Hänig (SPD) konnte 34,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Nachdem in der ersten Runde keiner der ursprünglich sechs Bewerber die absolute Mehrheit erreicht hatte, waren nochmals 9357 Wahlberechtigte in Bad Belzig zum Urnengang für die endgültige Entscheidung gebeten worden. 5137 sind dem Aufruf nachgekommen. Das entspricht einer Beteiligung von 54,9 Prozent, wie Wahlleiter Heinz Friese bestätigt hat.

Vorgängerin Hannelore Klabunde-Quast stimmte ab. Quelle: Michaela Riedel

Das Interesse war damit durchaus erheblich, wenn auch nicht so groß wie schon vor zwei Wochen (62,7 Prozent). Mit 3260 Stimmen ist der Sieger bestätigt worden. 1736 Stimmen erhielt Hendrik Hänig.

Der Einzug von Roland Leisegang ins Rathaus soll planmäßig am 1. Dezember erfolgen. Dann wechselt Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) nach acht Jahren als Stadtoberhaupt in den Ruhestand. Während sie als Kämmerin ihren damals erkrankten Vorgänger Peter Kiep (SPD) einst schon längere Zeit vertreten hatte, kommt ihr Nachfolger als politischer Quereinsteiger auf den Chefposten.

Glückwünsche aus Leisegangs Heimatort Lütte. Quelle: Dirk Fröhlich

Der gelernte Agraringenieur war von 1980 bis 2013 Schlagzeuger in der Gruppe „Keimzeit“ und ist noch Geschäftsführer des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins Potsdam-Mittelmark in Kuhlowitz. Hendrik Hänig hingegen hat seit zwölf Jahren Erfahrungen in der Kommunalpolitik gesammelt. Beide hatten in den vergangenen zwei Wochen – ohne direktes Duell – noch einmal um die Gunst der Wähler gekämpft.

„Ich bin enttäuscht“, räumte der SPD-Kandidat ein. „Aber ich bin Demokrat genug, das Ergebnis anzuerkennen.“ Er wolle sich nun weiter konstruktiv in die Stadtpolitik einbringen, kündigte am Rande der Zusammenkunft mit dem Freundeskreis im Burgbräuhaus an. Zur Niederlage habe offensichtlich beigetragen, dass Parteien hierzulande wenig Zuspruch hätten. „Obendrein konnte mein kommunalpolitisches Engagement schon zur Kritik genutzt werden.“

Und jetzt ein Bierchen: Im Fläming-Bahnhof stieß man auf den Sieg an. Quelle: Dirk Fröhlich

„Die wirkliche Arbeit beginnt jetzt erst“, ahnt mithin Roland Leisegang. Er selbst freue sich über das Votum, das er nicht als Bürde empfindet. „Aber das Vertrauen muss ich mir erst noch verdienen“, sagt der 51-Jährige. Auf den Erfolg angestoßen wurde im Fläming-Bahnhof, wo ihm unter anderem die Amtsinhaberin gratulierte.

Von René Gaffron

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