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Bad Belzig Lothar Lehmann ist seit 25 Jahren Stadtverordneter
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13:19 07.12.2018
Lothar Lehmann verkauft Lose für die Tombola - Die Konzerte beim Altstadtsommer waren am 26. August 2018 in der Innenstadt von  Bad Belzig gut besucht. Quelle: Dirk Fröhlich
Bad Belzig

22 Frauen und Männer zählt die Bad Belziger Stadtverordnetenversammlung. Ihre Gesichter wechseln häufig mit den Wahlperioden. Aber es gibt Ausnahmen. Lothar Lehmann ist so eine. Der 58-Jährige gehört dem Kommunalparlament seit 25 Jahren an – in dieser Woche war das Jubiläum.

Ob beim Altstadtsommer, im Ratssaal oder am Trödelstand: Lothar Lehmann ist ein markanter Mitgestalter der Stadtpolitik und bringt sich auf vielfältige Weise ein.

Der gelernte Fachverkäufer für Eisenwaren zog 1993 als parteiloser Stadtverordneter der SPD-Fraktion in die Stadtverordnetenversammlung ein. „Ich kann mich noch gut daran erinnern“, sagt der Bad Belziger und erzählt, dass er als Einzelkandidat mit rund 1300 Wählerstimmen ein Wahlergebnis von 6,7 Prozent auf sich vereinen konnte.

Lehmann war schon damals in der Stadt gut bekannt. Unter anderem durch seine Arbeit im Kulturrat der Stadt, der 1990 aus der Taufe gehoben worden war. „Peter Kiep, Heinz Friese, Peter Kuligk und Kerstin Kratz haben mit mir im Kulturrat gearbeitet. Damals wurden unter anderem die Weichen für den Erhalt der Burgfestwoche und die Förderung von Vereinen gestellt“, erinnert er sich.

Das Interesse war groß

Das Interesse der Menschen, die die Entwicklung der Stadt aktiv mitgestalten wollten, war groß. „Anders als heute“, glaubt er.

1998 stellte sich Lehmann ein zweites mal zur Wahl und erzielte nach Bürgermeister Peter Kiep und Ehrenbürger Gerhard Dorbritz das drittbeste Wahlergebnis. In diesem Zusammenhang erinnert er an den über alle Maßen engagierten damaligen Bürgermeister Kiep.

Kontakt zu den Menschen

Lothar Lehmann war der Kontakt zu den Menschen in der Stadt immer wichtig. Für deren Probleme und Sorgen hatte er immer ein offenes Ohr und scheute keinerlei Diskussionen. Was im Wählergedächtnis haften blieb. Und so zog er in seiner dritten Wahlperiode von 2003 bis 2008 mit der Bürgerfraktion sowie in der vierten und fünften jeweils mit den Freien Wählern ins Kommunalparlament ein.

Zu seiner Popularität trägt gewiss die Trödel-Aktion bei, die er maßgeblich mitgestaltet. Mit anderen Engagierten verkauft Lehmann regelmäßig gebrauchte Dinge für einen guten Zweck in der Stadt.

Er bleibt parteilos

Im Mai kommenden Jahres wird wieder gewählt. „Ich werde kandidieren“, kündigt der 58-Jährige an und erzählt, dass er in den vergangenen drei Wahlperioden im Durchschnitt 400 bis 500 Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte. Er sagt: „Mein Credo all die Jahre war, mich als parteiloser Bürger für die Belange der Bad Belziger einzusetzen.“

In den vergangenen 25 Jahren seiner Tätigkeit als Stadtverordneter hat Lehmann die Grundsteinlegung und Eröffnung der Steintherme erlebt und wie aus Belzig Bad Belzig wurde. Die Hoffnung, dass sich die Vision vom Hotel an der Therme erfüllt, hat er noch nicht aufgegeben. Er sagt: „Ich wünsche mir, dass die Entwicklung der Stadt weiter so harmonisch verläuft wie bisher.“

Als bedauerlich schätzt er jedoch ein, dass in den vergangenen Jahren die „Befindlichkeiten unter den Stadtverordneten merklich zugenommen“ haben. „Das schadet dem Demokratieverständnis der Bürger“, glaubt der 58-Jährige, der neben der kommunalpolitischen Arbeit in verschiedenen Vereinen und Initiativen aktiv ist.

Von Christiane Sommer

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