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Bad Belzig: So schön wie im Urlaub

Leben im Hohen Fläming Bad Belzig: So schön wie im Urlaub

Marita Heinrich lebt und arbeitet, wo andere Menschen Urlaub machen. Vor wenigen Jahren verschlug es sie nach Bad Belzig. Sie arbeitet in der Steintherme und wohnt nebenan in der Kurparksiedlung. Und fühlt sich wohl.

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Marita Heinrich lebt und arbeitet gern in Bad Belzig.

Quelle: Christiane Sommer

Bad Belzig. Marita Heinrich arbeitet seit 2013 in der Steintherme und lebt seit 2014 im Kurpark. „Man wohnt dort fast wie im Urlaub“, schwärmt die 61-Jährige vom „südlichen Flair“ des Wohngebietes, das in den 1990er Jahren entstand. Ursprünglich stammt Marita Heinrich aus Sachsen-Anhalt. Der Arbeit wegen ist sie ins brandenburgische gezogen. Die Stelle als Servicekraft in der Gastronomie der Steintherme bezeichnet sie als ihren Traumjob – nach mehr als 30 Jahren im Büro.

„Ich habe den Umzug nach Bad Belzig und den beruflichen Neustart nie bereut“, erzählt die 61-Jährige. „Bad Belzig ist eine so schöne Stadt. Das kulturelle Angebot ist fantastisch und es gibt so viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Nur schade, dass es die Eisbahn nicht mehr gibt.“

Knapp 150.000 Gäste in der Steintherme

Marita Heinrich arbeit somit dort, wo andere Erholung suchen – im vergangenen Jahr waren dies knapp 150 000 Menschen. „Unsere Steintherme bewegt sich damit endlich im sicheren Fahrwasser“, sagt Christian Kirchner. Er steht seit 2012 als Geschäftsführer der Kur und Freizeit Bad Belzig GmbH auch an der Spitze des Thermalbades, dass seinem 15. Geburtstag im kommenden Jahr entgegenschippert.

Vorab steht am 5. Oktober ein weiteres kleines Jubiläum bevor. An jenem Herbsttag des Jahres 1996 war die im Juli begonnene Suche nach Thermalwasser endlich von Erfolg gekrönt. Ein Bohrtrupp stieß in 775 Metern Tiefe auf 34 Grad warmes Thermalwasser, die die Vision der Stadtväter von der Kur- und Bäderstadt Belzig in greifbare Nähe rücken ließ.

Sanierungs- und Umbauphase

Nach der Eröffnung des Thermalbades am 8. Juni 2002 zählte man im ersten Jahr des Bestehens nahezu 178 000 Badegäste. Auf das Besucherhoch folgte ein tiefer Fall. Das Bad schrieb tiefrote Zahlen und geriet in die Kritik, weil Baumängel 2009 eine siebenmonatige Schließzeit zur Folge hatten. Nach der Sanierungs- und Umbauphase waren die schwierigen Zeiten noch lange nicht vorüber.

Über Jahre schien die Entwicklung der Therme auf halbem Weg stehen geblieben. Obwohl die Suche nach einem Hotelinvestor bis auf den heutigen Tag nicht von Erfolg gekrönt ist, hat der Gesundheitsfindling seinen Platz in der märkischen Bäderlandschaft gefunden.

Der gestresste Großstädter kommt gern nach Bad Belzig, um Körper und Geist in der Steintherme aufzufrischen. Geschäftsführer Christian Kirchner blickt jedenfalls positiv in die Zukunft.

Von Christiane Sommer

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