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Bad Belzig Bad Belzig wird Brandenburgs „Smart Village“
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06:41 26.04.2018
Freilichtschreibtisch des Coworking-Projekts "Coconat" in Brandenburg Quelle: Nadja Bülow
Potsdam

Per Mausklick zum neuen Personalausweis, Schulunterricht mit Smartphone, kostenfreie WLAN-Hotspots: Die Digitalisierung in Brandenburg soll in den nächsten Jahren in schnellen Schritten vorangetrieben werden. Und Bad Belzig könnte dabei eine Vorbildrolle spielen.

Die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark wird zur Modellgemeinde, in der digitale Dienste den Alltag der Menschen vor Ort erleichtern und die Gemeinde attraktiver machen sollen.

Bad Belzig setzte sich gegen zehn Mitbewerber durch

Bad Belzig hat sich in einem von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ausgelobten Wettbewerb gegen zehn weitere Mitbewerber durchgesetzt. Interessierte Kommunen konnten sich bis zum 13. April als „Smart Village“ bewerben. Eine Experten-Jury aus Vertretern von Verwaltung, Technologie und Medien der Region, darunter MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa, wählte anschließend aus den besten Einreichungen ihren Favoriten aus.

„Die Bewerbung von Bad Belzig und dem Coworking-Projekt Coconat überzeugte die Jury durch ihre konzeptionelle Stärke und durch den bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung erreichten Stand der digitalen Entwicklungen“, hieß es in einer Mitteilung des mabb.

Wo der Ministerpräsident zum digitalen Nomaden wird

Das Coworking-Projekt „Coconat“ bietet seit rund einem Jahr im alten Gutshof in Klein Glien Mietarbeitsplätze für „digitale Nomaden“ an. „Coconat“ steht dabei für „community and concentrated work in nature“, also gemeinschaftliches Arbeiten in der Natur. Das Angebot umfasst einen Schreibtisch mit Internetzugang, der wahlweise im alten Gutshof in charmanter Atmosphäre oder während der Sommermonate im Grünen steht. Die Geschäftsidee weckte in den vergangen Monaten viel Interesse – sogar Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) machte sich kürzlich vor Ort einen persönlichen Eindruck.

Gemeinschaftliches Arbeiten (und Erholen) in der Natur: In einem ehemaligen Hotel in Klein Glien ist heute der Coworking Space „Coconat“ untergebracht. Quelle: Daniela Singhal

Bekommt Bad Belzig bald eine Dorf-App?

20 Millionen Euro will die Landesregierung jährlich an Personal- und Sachkosten für die Digitalisierung zur Verfügung stellen. In Brandenburg ist gerade in dünn besiedelten Regionen das Potenzial der digitalen Technologien noch nicht ausgeschöpft – das Projekt der mabb will das nun ändern.

Die genaue Ausgestaltung des Projekts ist noch offen. Klar ist, dass mit Initiativen aus den Bereichen E-Health und E-Government zusammengearbeitet werden soll, um Teile der Verwaltung zu digitalisieren. Eine Dorf-App könnte die übergreifende Plattform bilden.

Mediennutzung im Fokus des Projekts

Ein weiterer Aspekt des „Smart Vil­lage“ ist die Mediennutzung. Im Rahmen des Projekts soll nun unter anderem getestet werden, wie ein lokales Medienangebot im ländlichen Raum durch digitale Technologien unterstützt und die Medienvielfalt vor Ort gestärkt werden kann.

Roland Leisegang, Bürgermeister von Bad Belzig, freut sich über die Entscheidung der Jury: „Ich freue mich, dass die Bewerbung überzeugt hat und wir das Smart Village der mabb werden. Ich bin davon überzeugt, dass eine vielfältige Medienlandschaft ein wichtiger Baustein in einem funktionierendem Gemeinwesen ist und freue mich auf die anstehenden Medienprojekte.“

» Mehr Infos auf der Webseite des Projekts

Von MAZonline

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