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Bad Belzig Bad Belziger Installateur sucht Nachfolger
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14:37 02.11.2016
Die Ernicke-Monteure Peter Kuschka (links) und Dieter Blümel an einem Blockheizkraftwerk in Bad Belzig. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Nächstes Jahr will Peter Ernicke auf jeden Fall bei der Kammer vorsprechen. Der Installateurmeister aus Bad Belzig macht sich frühzeitig Gedanken, wie es mit seinem Betrieb weitergehen soll, wenn er im Jahre 2023 in den verdienten Ruhestand tritt. Solche Worte hört Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, gern. „Das ist der richtige Weg“, lobte er. Wüst und seine Pressemitarbeiterin Katja Wolf schauten am Mittwoch im Büro von Peter Ernicke vorbei, um einmal zu hören, wo bei dem Heizungs- und Sanitärfachmann der Schuh drückt.

Seine Kinder würden nicht in seine Fußstapfen treten, auch sonst sehe er gegenwärtig niemanden, der den Betrieb in der Kirchhofstraße weiterführen wolle, sagte Ernicke. „Wenn denn einer käme, der sich eignet und noch seinen Meister machen muss, würde ich ihn gern unterstützen.“

Hunderte von Betrieben müssen bald Nachfolge regeln

Mit dieser Frage steht der Bad Belziger Handwerksmeister beileibe nicht allein da. Im Laufe der kommenden fünf Jahre stünden hunderte von Handwerkern im Kammerbezirk Potsdam vor der gleichen Frage, sagte Sprecherin Katja Wolf. „Dann geht die Generation in Rente, die sich nach der Wende selbstständig gemacht hat.“

Installateur Peter Ernicke (Mitte) aus Bad Belzig im Gespräch mit Handwerkskammerpräsident Robert Wüst und Katja Wolf (Pressestelle Kammer) in seinem Betrieb. Quelle: Heiko Hesse

Hier zu helfen, „ist genau eine unserer Aufgaben“, unterstrich Kammerpräsident Wüst. Er, der er einen Metallbaubetrieb führt, kennt die Probleme mit dem Betriebsübergang aus vielen Gesprächen. „Deshalb ist es so wichtig, möglichst früh die Nachfolge zu klären.“

Sollte sich unter den Einheimischen niemand finden, „kann ich mir sehr gut vorstellen, das Unternehmen an Handwerker zu übergeben, der aus dem Ausland nach Bad Belzig zieht“. Gern erinnere er sich an zwei junge polnische Handwerker, die er vor einiger Zeit auf einer Baustelle kennen gelernt habe. „Die kannten sich gut aus“, meinte Ernicke.

Kontakte zur polnischen Schwester-Kammer

Backen könne die Kammer weder Azubis noch künftige Chefs, sagte Wolf. Doch über die Kontakte zur polnischen Schwester-Kammer etwa ließen sich wertvolle Kontakte knüpfen, versicherte Wüst.

Das nicht gerade positive Image des Handwerks mache es zusätzlich schwer, geeignete Kräfte zu finden, bedauert Ernicke. Entweder würden Schulabgänger studieren wollen oder sie brächten die Leistung nicht. Wüst und Wolf berichteten vom Erfolg ihrer Image-Kampagnen, die dem Handwerk zumindest einen bescheidenen Lehrstellen-Zuwachs beschere. Aber das reiche längst nicht aus.

Ärger über geringe Preise

Mit einem besseren Ansehen der handwerklichen Leistungen könnten die Betrieb höhere Preise erzielen, ist Peter Ernicke überzeugt. „Ich würde so gern meine Leute besser bezahlen können, weil sie es für ihre gute Arbeit verdient haben.“

Auf der Besuchstour der Kammer lagen unter anderem noch Betriebe in Treuenbrietzen, Golzow, Niemegk und Wiesenburg.

Von Heiko Hesse

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