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Bad Belzig Ein Nektarinenbaum in seinem Garten stand
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Ein Nektarinenbaum in seinem Garten stand
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11:46 27.07.2018
Hermann Sternberg aus Lüsse ist stolz auf seinen Nektarinenbaum. Quelle: Josefine Kühnel
Lüsse

In Hermann Sternbergs Biergarten in Lüsse blüht aller Hand exotisches Gewächs: Zahllose majestätische Agaven, strahlend rote indische Kannas und der nordamerikanische Schwarznussbaum verleihen der Gartenanlage des Hotels mediterranes Urlaubsflair.

Damit, dass eines Tages ein schwerer Früchte tragender Nektarinenbaum Sternbergs Anlage bereichern würde, hätte der Gastronom allerdings nicht gerechnet.

Vermeintlicher Pfirsichbaum

„Den habe ich schon vor drei Jahren neben meinen drei Pfirsichbäumen entdeckt. Ich dachte bis vor Kurzem, dass es ein weiterer Pfirsichbaum wäre. Aber als er in diesem Jahr zum ersten Mal geblüht hat, habe ich entdeckt, dass Nektarinen an ihm wachsen“, sagt der 81-Jährige erfreut.

Ursprünglich pflanzte Hermann Sternberg die Pfirsiche, weil sie schon ab April beginnen zu blühen, „zumindest, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt“ und er seinen Gästen ganzjährig einen bunten Garten bieten möchte.

Hermann Sternberg dachte, in seiner Hotelanlage wachse ein vierter Pfirsichbaum, doch nun hat er sich als Nektarinenbaum entpuppt. Schauen Sie sich hier die bunten Früchte und weitere Exoten an.

Unartiger Hotelgast

Das Anwachsen des Nektarinenbaums kann er sich nur durch Zutun eines Hotelgastes erklären. „Ich denke mal, da wird jemand Nektarinen gegessen haben und die übrig gebliebenen Kerne von der Veranda aus in die Blaufichten geworfen haben, die damals noch an Stelle der Pfirsichbäume hier standen“, vermutet Hermann Sternberg.

Böse ist er deswegen aber nicht. „Es ist doch toll, in der Anlage einen Nektarinenbaum zu haben, das ist etwas ganz besonderes. Und wenn ein Gast mal ein kleines Hüngerchen verspürt, kann er sich einfach einen abpflücken“, gesteht der Gastronom den Gästen großzügig zu.

Geduldsprobe

Noch sind die Früchte aber nicht reif. Beim Beschneiden einiger Äste vor etwa zehn Tagen fielen zwei Nektarinen ab, er schnitt sie auf und sie waren noch hart. „Aber im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt reifen sie ja auch erst nach“, erklärt der Gartenliebhaber.

„Ich denke, so in etwa 14 Tagen werden die Früchte schön reif und süß sein, zu lange darf man sie ja auch nicht am Baum lassen, sonst überreifen sie.“

Noch viel vor

Hermann Sternberg freut sich vor allem über die Größe der Nektarinen „Die sehen ja aus wie im laden zu kaufen, so prall sind sie“, sagt er. Verwendung finden er und seine Frau Burgunde, die ebenfalls im Hotelbetrieb mitwirkt, alle mal für die süßen Exoten. Einige will Familie Sternberg direkt vom Baum naschen, für die anderen haben sie auch schon Ideen:

„Man könnte Marmelade oder Gelée daraus kochen oder Kompott, das erfrischt schön im Sommer. Außerdem kann man Pfirsichtorte backen, die schmeckt bestimmt auch gut. Den Rest kann man einkochen und einlegen und in Büchsen aufbewahren“, sagt Hermann Sternberg.

Eine außergewöhnliche Idee hat der 81-Jährige auch noch: „Ich wollte mal sehen, ob man sie sogar einfrieren kann, ob sie danach noch schmecken. Das muss ich bald mal ausprobieren.“

Bis dahin erfreuen sich die Sternbergs und ihre Gäste am Anblick der leuchtend-roten Früchte am Nektarinenbaum.

Von Josefine Kühnel

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