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Borkheider Lebensretter sind auf Zack

DLRG Borkheider Lebensretter sind auf Zack

Die Lebensretter der DLRG erfreuen sich in Borkheide großer Beliebtheit. Die Ortsgruppe zählt derzeit rund 100 Mitglieder, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche. Damit die Gruppe weiter so gut läuft, sucht sie ein neues Domizil. Das alte will die Gemeinde verkaufen.

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Auch das gehört dazu: Bei den Trockenübungen erfahren die Kinder und Jugendlichen eine Menge über Schwimmtechniken und wie sie Menschen helfen können.

Quelle: Andreas Koska

Borkheide. Das Wasser hat gerade mal zehn Grad Celsius, doch das stört die Zwillinge Johann und Jakob Kayser nicht. Die 16-jährigen springen ins Wasser des Waldbads Borkheide und feuern sich gegenseitig an. Seit acht Jahren gehören sie der Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) an, sind ausgebildete Rettungsschwimmer, absolvieren gerade einen Sanitätslehrgang für Ersthelfer.

„Wir haben den Rettungsschwimmer in Silber abgelegt“, berichtet Johann, das Wasser scheint das Element der Brüder zu sein. Jeden Donnerstag ist Training, dann sind mehr als 20 Kinder und Jugendliche vieler Altersklassen im Bad. „Wir bieten das Training für die Kleinen bis zum Rettungsschwimmer an“, sagt Frank Wiens vom Vorstand der DLRG in Borkheide an.

Die Zwillinge Johann und Jacob Kayser sind mit Begeisterung dabei

Die Zwillinge Johann und Jacob Kayser sind mit Begeisterung dabei.

Quelle: Andreas Koska

Die DLRG hat in Borkheide derzeit 100 Mitstreiter, davon rund 60 Kinder. Die Ortsgruppe war vor 14 Jahren gegründet worden, von gerade einmal neun Mitgliedern. Schon ein Jahr später wurden die ersten 18 Rettungsschwimmer ausgebildet. Seit 2007 ist die DLRG-Ortgruppe Teil des Katastrophenschutzes des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Fachbereich Sichtung und Behandlung. Mit dem Boot „Anna“ war man schon beim Elbehochwasser im Einsatz. Ob Tankerunfall auf der Autobahn 10 oder ein Wohnblockbrand in Beelitz – die Mitglieder sind immer wieder im Einsatz.

Dabei ist nicht alles rosig. Bis Januar wird es nur noch Trockentraining geben. Dann erst ist die Schwimmhalle in Beelitz-Heilstätten erst wieder verfügbar, die die Bundeswehr bereit stellt. Dort kann man vier Bahnen. „Wir könnten doppelt so viele gebrauchen“, sagt Wiens.

Das alte Gemeindehaus soll verkauft werden

Die Geschäftsstelle im alten Gemeindehaus in Borkheide muss demnächst geräumt werden, da die Gemeinde das Gebäude verkaufen will. „Wir sind auf der Suche nach eine qualitativ und quantitativ guten Lösung“, sagt Wiens. Im Gespräch ist eine Fläche neben dem Sportlerheim auf dem Sportplatz. Dort könnten Container aufgestellt werden, um Büro und Seminarräume aufzunehmen. Außerdem müssen die Fahrzeuge und das Boot untergestellt werden.

„Die Geschäftsstelle ist notwendig, um mit den Jugendlichen etwas machen zu können, denn sonst sind sie mit 13 oder 14 Jahren weg“, weiß Ramona Weiß. Sie ist die technische Leiterin der Truppe und engagiert sich bei der Jugendarbeit und Wasserrettung. So hat sie unter anderem fünf Seepferdchenkurse in diesem Sommer organisiert. Frank Wiens bot Schwimmkurse für Flüchtlinge an.

Vergleichs- und Wettkämpfe

Neben der täglichen Arbeit nimmt man an Vergleichs- und Wettkämpfen teil. Mit Erfolg: So ist man bei der ersten Teilnahme an Winterwettkämpfen der DLRG in Ludwigsfelde gleich mit dem 2. Platz belohnt worden. Die Mannschaft aus zwei Mädchen und zwei Jungs ließ einige andere hinter sich. Beim Feriencamp in den Sommerferien waren 17 Kinder dabei. Demnächst geht es zu einer Freiwasserübung auf den Seddiner See. „Dann ist Boot Anna dabei, denn zwei unserer Mitglieder haben gerade den Bootsführerschein erworben“, freut sich Lahn.

Die Ortsgruppe ist in Borkheide und dem gesellschaftlichen Leben fest verankert. Sie sichert Veranstaltungen ab, sind beim Weihnachtsmarkt dabei, die ausgebildeten Rettungsschwimmer werden gern vom Naturbadverein im Sommer eingesetzt. Auch Johann und Jacob Kayser helfen, wo sie können. „Aber nur in den Ferien, die Schule geht vor“, sagen die beiden Elftklässler, die im benachbarten Reesdorf leben.

Von Andreas Koska

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