Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bad Belzig Buchpreisgewinner begeistert in Rädigke
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Buchpreisgewinner begeistert in Rädigke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:55 15.01.2017
Der Schriftsteller Eugen Ruge. Quelle: Danilo Hafer
Anzeige
Rädigke

Nachdem die Fläming-Bibliothek in Rädigke im vergangenen Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feierte, wurde das neue Jahr am Freitag mit einer hochkarätigen Veranstaltung eröffnet. Niemand geringeres als der Gewinner des Deutsches Buchpreises, Eugen Ruge, las Auszüge aus seinem preisgekrönten Buch „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ und seinem neuen Werk „Follower“.

Durch einen Freund kam Ruge nach Rädigke

„Das ausgezeichnete Buch von Eugen Ruge gehört für mich zu einem der wichtigsten Werke über den Umgang mit der eigenen Geschichte“, sagte Steffen Gommel. Der ortsansässige Buchexperte führte durch den Abend. „Wir hatten das Glück, dass der Filmemacher Jürgen Ast aus Niemegk mit Eugen Ruge befreundet ist“, so Gommel. Ihn hätten sie darum gebeten, bei dem Schriftsteller nachzufragen, ob er sich einen Lesung in dem kleinen Ort Rädigke vorstellen könne. Und Ruge sagte zu, auch wenn er selbst versuche, selten auf Lesereise zu gehen.

Viele Literaturinteressierte ließen sich den Abend nicht entgehen. Quelle: Danilo Hafer

„Als mir Jürgen Ast erzählte, mit wie viel Engagement die Leute hier vor Ort Kultur schaffen, konnte ich nicht absagen“, so Ruge. Das Ambiente in der Bibliothek im Gasthof Moritz schien dem studierten Mathematiker gleich zu gefallen. „Es ist sehr gemütlich und familiär, nur die Bühne ist eigentlich zu hoch“, so Ruge. Er müsse immer zu den Gästen herabschauen. Nach einer kurzen Vorstellung nahm Ruge schließlich sein Buch in die Hand und las. In dem Werk geht es um die wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie, von den Jahren im Exil bis ins Wendejahr 1989 und darüber hinaus. Nicht nur die deutsche und internationale Presse war von diesem Roman begeistert, sondern auch die Zuschauer in Rädigke.

Auch für das Signieren einiger Bücher nahm sich Eugen Ruge Zeit. Quelle: Danilo Hafer

„Wo hat man das schon, dass man einen echten Buchpreisträger treffen kann“, sagte Meike Achtnichts. Die 65-Jährige aus Fredersdorf verpasst keine Veranstaltung im Gasthof Moritz. Das Buch von Eugen Ruge hatte sie natürlich auch gelesen. „Ich habe es dann aber verschenkt und muss mir gleich noch ein neues kaufen, um es signieren zu lassen“, erzählte sie freudig. Und selbst, wenn sie Eugen Ruge und dessen Bücher noch nicht gekannt hätte, gekommen wäre sie dennoch. „Hier ist immer eine gute Stimmung und die Veranstaltungen sind vielseitig, das gefällt mir“, sagte Meike Achtnichts.

Der Schriftsteller Eugen Ruge

Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) geboren. Der diplomierte Mathematiker begann seine schriftstellerische Laufbahn mit Theaterstücken und Hörspielen.

Seit 1989 arbeitete Ruge hauptsächlich als Autor für Theater, Funk und Film und übersetzte mehrere Stücke des russischen Schriftstellers Anton Tschechow.

Für seinen in über 30 Sprachen übersetzten Debütroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ erhielt Eugen Ruge im Jahr 2011 den Deutschen Buchpreis.

Im zweiten Drittel der Lesung ging es um Ruges neues Buch „Follower“. In diesem in der Zukunft spielenden Roman lässt Ruge die Familiengeschichte aus seinem Bestseller von einem fiktiven Enkel weitererzählen. Angst habe Ruge vor seinen Zukunftsbildern aber nicht, denn viele davon seien bereits jetzt schon Realität.

Der nächste prominente Gast für Rädigke steht auch schon fest. Am 17. März wird Wettermoderator Donald Becker in Rädigke Wissenswertes über Wolkenbilder und Wetterphänomene berichten.

Von Danilo Hafer

Ab welchem Zeitpunkt sollte man im Alter lieber aufs Autofahren verzichten? Diese Frage zu beantworten fällt vielen älteren Menschen nicht leicht. Auf einer Verkehrsteilnehmerschulung der Arbeiterwohlfahrt in Brück informierte Fahrlehrer Mirko Schiller, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, das Auto stehen zu lassen.

14.01.2017

Das mobile Schülerlabor der Universität Cottbus machte auch in diesem Jahr Halt im Treuenbrietzener Gymnasium „Am Burgwall“. In einem spannenden Experiment konnten die Schüler verschiedene DNA-Proben auswerten und einen fiktiven Täter ermitteln. Doch das Experiment soll nicht nur Spaß machen, es soll den Schülern auch bei der Berufswahl helfen.

13.01.2017

Um die Kinderarztpraxis in Treuenbrietzen gab es zuletzt einige Unklarheiten. Einigen Eltern war nicht klar, ob und wie die Praxis künftig weitergeführt wird. Kinderärztin Gabriele Lange klärt nun auf. In den nächsten Jahren arbeite sie fest in Treuenbrietzen. Die Versorgung in der Region sei grundsätzlich aber zufriedenstellend.

12.01.2017
Anzeige